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Weltbester Aktienmarkt läuft seinen bullishen Prognosen hinterher

Analysten in Brasilien schrauben ihre Gewinnprognosen so schnell nach oben, dass selbst der Aktienmarkt mit der weltbesten Entwicklung hier nicht mithalten kann.

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© srady / Fotolia

Die brasilianische Wirtschaft arbeitet sich aus der schwersten Rezession seit einem Jahrhundert heraus. Unternehmen fassen nach einer umfassenden Korruptionsuntersuchung, die mehrere Blue-Chip-Namen in die Knie zwang, wieder Fuß. Vor diesem Hintergrund ist das Börsenbarometer, der Ibovespa, in diesem Jahr um rund 13 Prozent geklettert, was dem  höchsten Anstieg unter den wichtigsten Indizes entspricht. Aber die Gewinnschätzungen sind noch schneller gestiegen. 

Geht die brasilianische Aktienrallye noch weiter?

Für "Bullen" wie J.P. Morgan Investment Management ist das ein Signal, dass die Aktienrallye noch weiter laufen kann - zumal das Wirtschaftswachstum anzieht, um den während der zweijährigen Rezession verlorenen Boden wiederzugewinnen. Der Abschwung hatte die Unternehmen gezwungen, Kosten zu senken und die Verschuldung zu reduzieren. Mit Finanzierungskosten auf historischen Tiefständen werde sich das Umfeld für die Unternehmensgewinne nur weiter verbessern, sagt Sophie Bosch. Der J.P. Morgan Latin America Equity Fund des Vermögensverwalters hat in diesem Jahr 97 Prozent der Mitbewerber geschlagen. 

Wer durch das Stahlbad ging, steht heute besser denn je da

"Die Unternehmen, die es aus der schwersten Krise der brasilianischen Geschichte heraus geschafft haben, sind schlank und klasse", sagt Bosch in einem Interview mit Bloomberg in New York. J.P. Morgan zählt wie Blackrock zu einem Chor von Aktienoptimisten, zu denen auch einige der besten Fondsmanager Brasiliens gehören.

Konsens spricht klar für eine Übergewichtung brasilianischer Aktien

Marcio Appel, dessen Hedgefonds im vergangenen Jahr 89 Prozent der Wettbewerber übertroffen hat, sagte im Februar, der Ibovespa werde sich in den nächsten 12 Monaten verdoppeln. Luis Stuhlberger, dessen Verde-Fonds für die vergangenen 20 Jahren auf einen Gesamtertrag kommt, der acht Mal höher als der jener der Benchmark ist, hat in den letzten Monaten wieder begonnen, Aktien zu kaufen, nachdem er seit 2014 Brasilien gemieden hatte. Und Guilherme Ache, Partner bei Squadra Investimentos, sagt gegenüber Bloomberg, die Rallye sei gerade erst am Anfang. "Bei Brasilien ist Übergewichtung Konsens unter globalen Investoren", sagt Bosch. (kb)

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