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Welche Art von Infrastrukturinvestments ist der Schlüssel zum Erfolg?

An Infrastruktur-Investments werden Investoren kaum vorbeikommen, wenn sie Wert auf zuverlässige Erträge legen, ist doch der Ausbau der globalen Infrastruktur ein fundamentaler Zukunftstrend mit überdurchschnittlichen Performanceperspektiven. Doch in welchem Segment soll man sich tummeln?

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Andreas Dagasan, Leiter Globale Aktien bei Assetmanager Bantleon
© Bantleon AG

Unbestritten ist: Wesentliche Treiber sind der hohe Nachholbedarf und die Bedeutung als globaler Wettbewerbsfaktor im Zuge des digitalen und demografischen Wandels. Darüber hinaus werden Staaten in künftigen Konjunkturabschwüngen verstärkt die Rolle der Notenbanken als Stabilisator der Wirtschaft übernehmen müssen und über staatliche Infrastruktur-Investitionen Nachfrageimpuls erzeugen. Allein der Aufbau des neuen 5G-Mobilfunknetzes, der im nächsten Jahr auch in Europa beginnen wird, ist ein Standort- und Wettbewerbsfaktor für ganze Staaten. Schließlich ist 5G eine Voraussetzung für die Digitalisierung und Vernetzung von Wertschöpfungsketten und Industriezweigen.

Was bedeutet dies für Investoren?
Andreas Dagasan, Leiter Globale Aktien bei Assetmanager Bantleon, hat sich mit der Frage auseinandergesetzt. Seine Erkenntnis: "Dem aktuellen Trend, in nicht börsennotierte Infrastruktur-Unternehmen zu investieren, sollte man nicht folgen. Diese Investments sind nicht handelbar und im Bedarfsfall unter Umständen nur schwer oder gar nicht zu verkaufen. Zudem sind diese Investments durch bilanzgetriebene und regulierungsbedingte Nachfrage bestimmter Anlegergruppen eindeutig zu teuer."

Hände weg von nicht börsennotierter Infrastruktur
Auch im Bereich börsennotierter Infrastruktur gebe es bereits Investmentmöglichkeiten, deren Schwerpunkt bzw. Universum jedoch falsch aufgesetzt seien, so Dagasan weiter. Oft würden einfach alle Arten von Infrastruktur allokiert: Bau, Minen, Rohstoffe und auch andere Segmente, die im weitesten Sinne zum Thema Infrastruktur gehören könnten, die dem Investor jedoch ein zyklisches und konjunkturelles Risiko in sein Portfolio brächten, das aber vermieden werden sollte.

Börsennotierte, regulierte Infrastruktur ist eindeutig vorzuziehen
Stattdessen sollten sich Investoren auf Investments im Bereich börsennotierte, regulierte Infrastruktur konzentrieren, sagt Dagasan: "Regulierte Infrastruktur-Unternehmen, wie Autobahnbetreiber, Betreiber von Mobilfunkstationen und Netzbetreiber im Allgemeinen profitieren von monopolistischen Geschäftsmodellen mit schwer substituierbaren Assets und langlebigen Zahlungsströmen. Deren Charakteristika sind eine ausgeprägte Robustheit gegenüber Konjunkturschwankungen, stetige Cashflows der Unternehmen, eine solide Dividenden­politik und eine niedrige Aktienkursvolatilität.

Unregulierte Infrastruktur gilt es zu meiden
Gemieden werden sollten dagegen weitgehend Infrastruktur-Anbieter mit unreguliertem Geschäft und mit dem Schwerpunkt auf Produktion, wie Bau, Zement und Energieproduktion.

Fazit
Investoren können mit dieser Auswahl börsennotierter Infrastruktur-Aktien hohe laufende Erträge aus Dividenden und überdurchschnittliche Wertsteigerungen erzielen. "Börsennotierte, regulierte Infrastruktur-Investments erfüllen darüber hinaus komplexe Nachhaltigkeitskriterien und können dem individuellen Bedürfnis nach ESG-Kompatibilität angepasst werden. Zudem sind diese Investments gegenüber Handelskriegen zwischen einzelnen Staaten relativ immun", gibt Dagasan zu bedenken.

Eine Auswahl regulierter, börsennotierter Infrastruktur-Unternehmen eröffnet mehr Chancen bei weniger Risiko, wie die folgende Grafik zeigt. Untersucht wurde der Zeitraum von 2007 bis 2018.

(kb)

 

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