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Die Frage zum Tag: Was vereint Italien mit Indonesien?

Leider mehr als dem Investor in Staatsanleihen lieb sein muss. Vergleicht man die Renditen zehnjähriger Government Bonds der beiden so unterschiedlichen Staaten, ergibt sich eine überraschende Erkenntnis.

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Das Rendite-Match Italien versus Indonesien ist eröffnet.
© Regormark / stock.adobe.com

Indonesien als großes moslemisches, wachstumsstarkes Land mit chinesischer Oberschicht, die insbesondere den Handel dominiert, ist noch immer ein Schwellenland mit großen sozialen Spannungen und Umweltproblemen trotz wirtschaftlicher Fortschritte in den letzten Jahrzehnten. Große reiligiöse Spannungen entaden sich immer wieder zwischen Moslems und Andersgläubigen.

Unterschiedlicher geht es kaum
Ganz anderes ist die Einschätzung Italiens, das zwar chronisch wachstumsarm seit Einführung des Euros dasteht und seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 im verarbeitenden Gewerbe den Einbruch kaum wettmachen konnte, aber doch als klassisches Industrieland mit funktionierender parlamenatrischer Demokratie, einer fein austarierten Gewaltentrennung und einem exzellenten Tourismusgeschäft gilt. Die offizielle Staatsverschuldung Italiens liegt bei 130 Prozent des BIP, die implizite ist aber im Gegensatz zu den meisten anderen Euroländern deutlich geringer.

Italien am Weg zum Schwellenland?
Nüchtern kalkulierende Investoren in Staatsanleihen stellen aber beide Staaten auf die gleiche Stufe, was das Ausfallsrisiko anbelangt, indem sie die gleiche Rendite für zehnjährige Staatsanleihen verlangen. Der früher zu beobachtende hohe Renditespread zugunsten Italiens ist also Geschichte. Das zeigt der folgende Chart.

Abgetauchtes Italien: Vergleich zehnjähriger Renditen mit jenen Indonesiens

(kb)

 

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