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Was stimmt bei Warren Buffetts Berkshire Hathaway nicht?

Offensichtlich fragen sich das eine Menge Leute in diesen Tagen. Kürzlich hat der Altmeister seine Investoren damit überrascht, dass er im April netto Aktien verkauft hat, indem er alle Anteile an den US-Fluggesellschaften abstieß. Früher hätte Buffett im Februar und März in der Schwäche zugekauft.

Warren Buffett
Alle 20 Jahre wieder werden Warren Buffetts Allokationsfähigkeiten in Zweifel gezogen. Wir der fast 90-jährige Altmeister seine Kritiker erneut in den kommenden Jahren in ihre Schranken weisen können?
© Daniel Acker / Bloomberg

Dass Buffett zu seiner 137 Milliarden US-Dollar schweren Kriegskasse noch Cash hinzufügt, schuf allgemein Verwunderung. Es scheint so, als wäre Warren Buffett noch konservativer geworden, nachdem er einen Quartalsverlust aufgrund von Wertberichtigungen in der Höhe von 50 Milliarden US-Dollar meldete und die Aktie um mehr als drei Prozent an diesem Tag nachgab. 

Schon seit einiger Zeit läuft die Berkshire Hathaway-Aktie schlechter als der Markt
Sie underperformte den S&P 500 Index deutlich. Die Investoren wissen, dass Warren Buffett normalerweise in Haussen underperformt, was dann wiederum durch eine Outperformance in schlechten Märkten wettgemacht wird. Dieses Mal allerdings bleibt die Aktien auch im Bärenmarkt hinter dem breiten Markt in Form des S&P 500 Index in den letzten Wochen zurück, berichtet die Bespoke Investment Group. 

Berkshires relative Stärke ist auf einem Fünf-Jahres-Tief
Das illustriert die folgende Grafik der Bespoke Investment Group.

Geht man zurück bis 1980, gab es nur eine Periode, wo die relative Stärke der Aktie (BRK/A) des Orakels von Omaha gegenüber dem S&P 500 auf ein Fünf-Jahres-Tief fiel: das war Ende 1999/ Anfang 2000.  

Das andere Fünf-Jahres-Tief der relativen Stärke von BRK/A versus dem S&P 500 

Wie der erste Relative Schwäche-Anfall verlief
Der Chart illustriert das andere Mal, wo die Berkshire Hathaway-Aktie in Bezug auf die relative Stärke im Vergleich zum S&P 500 auf ein Fünf-Jahres-Tief fiel. Dieser Zustand hielt allerdings nicht lange an. Abgebildet ist auch die fünfjährige Kursentwicklung der Aktien vor und nach dieser relativen Schwäche. Von 1995 bis Anfang 1998 schlug sich Warren Buffetts Aktie sehr gut, verlor allerdings, als sich die Tech-Blase aufzupumpen begann, an Kraft. Anfang 1999 erreichte sie ein neues Hoch, wurde dann aber in den nächsten fünf Jahren fast halbiert. Von da an allerdings setzte sie rasch zu einem Rebound an, als der Markt tief fiel. Aktionäre, die bei der Stange blieben, wurden belohnt.

Ähnliches Muster heute?
Zwanzig Jahre später gibt es tatsächlich einige Parallelen zum Jahr 2000. Wie schon in den späten 90er-Jahren war die Berkshire-Aktie im Wesentlichen in einer Bandbreite gefangen, bevor es zu dem Absturz kam. Im Unterschied zu damals (1999), als die Aktie kein neues Hoch erreichte, konnte Berkshire indes Anfang des Jahres gemeinsam mit dem S&P 500 Index ein neues Hoch erzielen. Nachdem die Aktien nun so stark gefallen ist und underperformt hat, geht die Angst um, ob Buffett sein Händchen für gute Investments verloren habe. 

Wette niemals gegen Warren Buffett!
Das lehrt die Geschichte: Es war in der Vergangenheit niemals profitabel, die Gegenposition zu Buffett einzunehmen. Das spräche dafür, jetzt seine Aktie zu kaufen. Der einzige Vorbehalt ist Warren Buffetts Alter. Das letzte Mal, als man sich fragte, ob es klug sei, sich langfristig an der Seite Buffetts zu engagieren, war Buffett 69 Jahre alt. Jetzt steht er vier Monate vor seinem 90. Geburtstag. Er ist ein junggebliebener 90er, keine Frage, aber eben doch 90..... (kb)

 

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