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Was passiert mit den Aktienkursen, wenn die Fed die Leitzinsen senkt?

"This is the greatest economy in the history of our country" meinte Donald Trump noch vor wenigen Monaten. Jetzt aber verdichten sich Anzeichen einer konjunkturelle Abschwächung. Daher nehmen Spekulationen zu, die US-Notenbank würde bald mit Zinssenkungen beginnen. Was machen dann die US-Aktien?

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Dimitri Speck ist Gründer und Chef-Analyst des deutsch-österreichischen Fintechs Seasonax, das Saisonalität in Bezug auf verschiedene Assetklassen auf jede nur erdenkliche Weise von intra-day- bis zu kalenderjahrmäßigen Verläufen untersucht und eine App via Bloomberg und Thomson Reuters im Abonnement bereithält.
© interfoto

Daher muss man sich die Frage stellen: Wie verlaufen typischerweise die Aktienkurse, wenn die FED die Leitzinsen senkt? Um den Einfluss des der Leitzinssenkungen auf die amerikanischen Aktienkurse zu untersuchen, kann man die Seasonax-App benutzen. Mit deren Charttool lässt sich der Einfluss externer Faktoren auf beliebige Kurse am schnellsten untersuchen.

Der folgende Chart zeigt dazu den mittleren Verlauf des S&P 500 in den 140 Tagen vor und nach US- Leitzinssenkungen. Errechnet wurde er über die vergangenen 30 Jahre, in denen es zu insgesamt 46 Senkungen kam. Die horizontale Skala zeigt die Anzahl der Tage vor und nach dem Event, die vertikale den durchschnittlichen Verlauf in Prozent. In der Mitte des Charts orange markiert ist der Zeitpunkt der Leitzinssenkung.

Mittlerer Verlauf des S&P 140 Tage vor und nach US-Leitzinssenkungen (1989 bis 2019)
Dabei zeigt sich, dass die Leitzinssenkungen kursstabilisierend wirken 

Quelle: Seasonax

Leitzinssenkung als Drehpunkt
Auf einen Blick kann man erkennen, dass Aktien in den Monaten bis zu den Leitzinssenkungen typischerweise fallen, die Kurse dann aber sofort drehen. Sie steigen dann moderat für etwa zweieinhalb Monate, bevor der Aufschwung wieder unterbrochen wird. Dimitri Speck dazu: "Der unmittelbare Einfluss der Leitzinssenkungen auf die Kurse ist also erheblich. Leitzinssenkungen werden typischerweise in Baissen durchgeführt, daher der mittlere Rückgang vor den Leitzinssenkungen. Sobald die FED aktiv wird, stabilisiert sie für einige Zeit die Kurse und es kommt zu einer Gegenbewegung."

 

Die Fed beeinflusst auch weitere Märkte
In der Vergangenheit war diese Gegenbewegung im Mittel durchaus groß genug, um sinnvollerweise Short-Positionen zu schließen und vielleicht eine kleine Long-Position zu wagen. Doch die Fed beeinflusst nicht nur die Aktienmärkte, sondern noch viele weitere. Im nächsten Rundbrief "Seasonal Insights" wird Speck daher den Einfluss der Fed auf Währungen untersuchen.

Außerdem gibt es natürlich noch weitaus mehr Events und zyklische Faktoren, die auf Kurse einwirken. Diese lassen sich via www.app.seasonax.com oder mit der Seasonax-App in Bloomberg oder Thomson Reuters finden, sodass jeder Investor selbst auf die Suche nach kaum bekannten, aber profitablen Zusammenhängen gehen kann. (kb)

 

 

 

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