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Was ist hier los? Gewinneinbruch bei der BayernLB

Kurz nach der Ankündigung einer Überprüfung ihrer künftigen Strategie hat die Bayerische Landesbank am Dienstag für das erste Quartal einen Gewinneinbruch berichtet. Eine Strategieüberprüfung läuft.

Stephan Winkelmeier
BayernLB-Vorstandsvorsitzender Stephan Winkelmeier
© Sparkassenverband Bayern

Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 51 Millionen Euro, was einem Rückgang von 78 Prozent entspricht. Die Bank verwies darauf, dass das Vorjahresergebnis von 237 Mio. Euro durch positive Sondereffekte und hohe Auflösungen von Risikovorsorge überzeichnet gewesen sei. Der Zinsüberschuss sank im ersten Quartal leicht, während der Provisionsüberschuss kletterte, berichtet Bloombegr. Die CET-1-Quote (fully loaded) fiel von 15,2 Prozent Ende 2018 auf 14,6 Prozent. Hier verwies die BayernLB auf steigende Pensionsverpflichtungen.

Für das Gesamtjahr erwartet die BayernLB unverändert ein positives Ergebnis vor Steuern im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

Strategieprüfung im März angekündigt
Diese Maßnahme löste viele Gerüchte aus. Mehrheitseigner Bayern wies Spekulationen zu einem möglichen baldigen Verkauf von Anteilen an der Bank zurück. Von solchen "Überlegungen ist der Freistaat Bayern noch weit entfernt", erklärte Albert Füracker, der Staatsminister der Finanzen und für Heimat, im April gegenüber Bloomberg.

Fusionsüberlegungen?
Zuletzt hatte es Bestrebungen innerhalb der Sparkassen-Gruppe gegeben, ein zentrales Sparkassen-Spitzeninstitut ohne Beteiligung von Bundesländern zu schaffen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Fusion von Landesbanken diskutiert. Eigner der BayernLB ist neben dem Freistaat, der 75 Prozent hält, der Sparkassenverband Bayern, dem 25 Prozent gehören.

Kurz vor der Ankündigung der Strategieprüfung hatte der Aufsichtsrat der BayernLB mit Stephan Winkelmeier einen neuen Vorstandschef bestellt. Er war von 2011 bis 2014 bereits Finanzvorstand bei der Bank und sitzt seit 2017 im Aufsichtsrat. (kb)

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