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Was für steigende Ölpreise spricht

Im April schlug der Ölpreis Kapriolen. Stefan Hansen, Senior Research Analyst bei Nikko Asset Management, wagt einen längerfristigen Ausblick für das zuletzt so günstige schwarze Gold.

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© Coloures-Pic / stock.adobe.com

Wenn die globalen Lagerbestände im Zuge der zunehmenden Öffnung der Wirtschaft deutlich zurückgehen, wird dies den Ölpreis stützen, meint Stefan Hansen von Nikko Asset Management. "Produzenten dürften in der Folge an den Markt zurückkehren. Es scheint jedoch unwahrscheinlich, dass die Ölproduktion ohne einen bedeutenden Preisanstieg rasch auf das Niveau von vor der Corona-Krise ansteigen wird."

Versteilerung der globalen Kostenkurve begünstigt höherer Preise in der Zukunft
Für Produzenten mit höheren Kosten, insbesondere diejenigen im US-Schiefergebiet, die auf die Märkte für hochverzinsliche Anleihen angewiesen sind, könnten es schwieriger finden, die weitere Entwicklung zu finanzieren. Natürlich werden zum richtigen Ölpreis auch Mittel zur Verfügung stehen. Investoren könnten aber höhere Hürden errichten, um der Zunahme der Risiken Rechnung zu tragen, die ihnen noch frisch in Erinnerung sind. Eine Versteilerung der globalen Kostenkurve würde höhere langfristige Preise im Vergleich zum Niveau von vor COVID-19 begünstigen.

Mögliche Beschädigungen von Lagerstätten durch verschlossene Bohrlöcher
Diese sind ein weiterer Faktor. Ältere Bohrlöcher erleben häufig einen „zweiten Frühling“ durch Injektion von Wasser oder Gas in das Gestein. Werden diese Bohrlöcher verschlossen, kann sich das Öl absetzen und einen Neustart teuer machen, was höhere Preise als Anreiz für einen Neustart erfordert.

Nikko mit positiver langfristiger Sicht auf Öl
gründet sich auf der Forderung nach teurerem Öl als Ersatz für den „natürlichen“ Abbau, was langfristig höhere Preise erforderte. Daran hat sich nichts geändert. Das schwer vorhersehbare Ergebnis der Viruskrise dürfte diese These noch verstärken, da die extrem niedrigen Preise Produzenten vom Markt drängen. Wenn sich die Wogen geglättet haben und die weltweite Nachfrage wieder auf ein "normales" Niveau zurückgekehrt ist, werden die Preise steigen müssen, um das verlorengegangene Angebot wieder anzuregen, ist Hansen überzeugt. (kb)

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