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Was derzeit für Unternehmensanleihen spricht

An den Kapitalmärkten scheint Omikron passé. Auch die Käufer von Unternehmensanleihen blicken optimistisch nach vorne. Dafür gebe es einige gute Gründe, meint man bei der DWS Group.

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© Vitalii Vodolazskyi / stock.adobe.com

Manch einer würde in Zeiten wie diesen wohl gerne an die vielbeschworene Effizienz (sprich: Allwissenheit) der Märkte glauben. Denn ob Aktien oder Unternehmensanleihen, beide haben keine zwei Wochen gebraucht, um die Kursverluste wieder auszumerzen, die die Nachrichten zur neuen Covid-Variante auslösten. Ist Omikron also ein non-event? Wissen die Anleger noch vor den Virologen von der Harmlosigkeit von Omikron? Doch so naiv sollte man sich die Anleger vielleicht nicht vorstellen. Ihr Optimismus könnte auf zwei anderen Annahmen ruhen: 1. Aufgehoben ist nicht aufgeschoben. Der heute durch höhere Inzidenzen ausfallende Konsum wird (wieder mal) morgen nachgeholt. 2. Die Sorgen über die wirtschaftlichen Folgen von Omikron geben den Zentralbanken den Spielraum, etwas Tempo aus ihrem Straffungsfahrplan zu nehmen.

Risikoprämien von Unternehmensanleihen

Quellen: Bloomberg, DWS Investment GmbH; Stand: 07.12.2021

Langsam anziehende Spreads seit dem Spätsommer
Wie der Chart zeigt, zogen die Risikoprämien (Spreads) für Unternehmensanleihen seit Spätsommer wieder an, als sich langsam abzeichnete, dass zumindest die Fed den Einstieg aus dem Ausstieg der ultralockeren Geldpolitik ernst meinen könnte. Der DWS-Chart zeigt aber auch, dass die Spreads heute sogar unterhalb der Spreads im Jahr vor der Covid-Krise liegen. Für diese Entwicklung gibt es einige Gründe. So sind die Ausfallraten in den USA so niedrig wie zuletzt Anfang 2014 (und ohne den volatilen Energiesektor sogar nahe Null) und zumindest rückläufig in der Eurozone. Das kann etwa an staatlichen Hilfen, dem Niedrigzinsumfeld oder der überdurchschnittlichen Liquiditätsbeschaffung der Firmen seit der Krise liegen.

Hochstufungen der Ratingagenturen halten an
Für gute Bilanz- und Ertragszahlen der Firmen spricht auch der anhaltende Hochstufungszyklus der Ratingagenturen. Für einen positiven Ausblick spricht zudem, dass man im kommenden Jahr in der Eurozone und den USA mit einem Wirtschaftswachstum von über vier Prozent rechnet - und dass die Firmen 2022 deutlich weniger neue Anleihen als noch 2020 und 2021 emittieren dürften.

Europäische Corporates attraktiver als ihre US-Pendants
Müsste man zwischen der Eurozone und den USA einerseits und Anleihen mit und ohne Investmentgrade-Status entscheiden, spricht nach Meinung der DWS derzeit mehr für Europa und mehr für Hochzinsanleihen. Wie der Chart ebenfalls zeigt, sind die Spreads zwischen den vergleichbaren Titeln in Europa und den USA seit Quartalsanfang auseinandergelaufen. Dabei haben die US-Titel nächstes Jahr mit Leitzinserhöhungen zu kämpfen. Anders in der Eurozone, wo zudem die Zentralbank gerade im ersten (inflationsnervösen) Quartal mit Anleihekäufen weiterhin den Markt stützt.

High Yield hängt weniger stark am Zinszyklus
Das spricht für Hochzinsanleihen. Auch dreht deren Gesamtrendite nicht gleich ins Negative, sollten sich die Spreads doch noch einmal ausweiten. Ganz ausschließen sollte man dies in so einem Umfeld natürlich nie. Es reiche ja, wenn sich durch Omikron die Lieferkettenprobleme deutlich verschärften, so die Experten der DWS. (kb)

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