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Was der Monat Juni für Staatsanleihen bedeutet

Die Staatsanleiherenditen gingen im Juni 2019 auf breiter Front zurück, vor allem jene der Peripherieländer der Eurozone, berichtet Tradeweb.

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© styleuneed / Fotolia

Zehnjährige italienische und griechische Staatsanleihen gaben um 58 und 42 Basispunkte nach und beendeten den Berichtsmonat bei 2,07 beziehungsweise 2,30 Prozent. Auch die Renditen portugiesischer und spanischer Staatsanleihen verzeichneten Rückgänge, und zwar um 34 Basispunkte auf 0,47 Prozent und um 32 Basispunkte auf 0,39 Prozent. Indessen fiel die Rendite der zehnjährigen irischen Staatsanleihe um 25 Basispunkte und beendete den Berichtsmonat bei 0,17 Prozent.

Noch mehr negative respektive deutlich negativere Renditen bei Zehnjährigen in Europa
Dänische, niederländische, deutsche und schwedische Staatsanleihen, die bereits zuvor im negativen Bereich lagen, gingen ebenfalls weiter zurück, wobei die Bundesanleihe um 13 Basispunkte fiel und den Monat bei -0,33 Prozent beendete. Andere europäische Länder, deren zehnjährige Staatsanleihen den Juni mit negativen Renditen beendeten, waren Österreich (-0,05 Prozent), Finnland (-0,03 Prozent) und Frankreich (-0,01 Prozent).

Sintra-Spuren
Auf einem Forum in Portugal am 18. Juni stellte EZB-Präsident Mario Draghi für die kommenden Monate zusätzliche Stimulierungsmaßnahmen in Aussicht, falls sich die wirtschaftliche Situation weiter verschlechtert. Als mögliche konjunkturelle Belastungsfaktoren führte er geopolitische Entwicklungen und die anhaltenden Handelskonflikte an.

USA setzt Lockerungssignale
In den USA ging die Treasury-Rendite im Berichtsmonat um 14 Basispunkte zurück und lag Ende Juni bei 2,0 Prozent. Genau wie die europäischen Währungshüter wiesen die Notenbanker in den USA darauf hin, dass die Leitzinsen möglicherweise gesenkt werden müssen, um die negativen Auswirkungen der gestiegenen handelspolitischen Spannungen zu kompensieren. Die Fed beließ auf der geldpolitischen Sitzung des Offenmarktausschusses am 18.-19. Juni zwar ihren Leitzins unverändert, aber ihr Vorsitzender Jerome Powell erklärte später gegenüber Reportern, viele Teilnehmer seien der Auffassung gewesen, die Argumente für eine lockerere Geldpolitik hätten an Gewicht gewonnen.

Asien-Pazifik-Region
Die Staatsanleiherenditen gingen auch hier zurück, wobei die Rendite der zehnjährigen australischen Staatsanleihe den Berichtsmonat 13,5 Basispunkte tiefer bei 1,34 Prozent  beendete. Die Reserve Bank of Australia nahm zwei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozent  vor (am 4. Juni und am 2. Juli). Die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihe fiel gegenüber dem Vormonat um 6 Basispunkte auf -0,16 Prozent. (kb)

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