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Was den Monat November 2019 bei Staatsanleihen bewegte

Der Ausverkauf am globalen Anleihemarkt setzte sich im November fort, sodass Renditen vieler europäischer Anleihen zulegten. Am Monatsende rentierten 53,1 Prozent der europäischen Staatsanleihen im negativen Bereich, im September und Oktober waren es noch 63,1 Prozent bzw. 57,6 Prozent gewesen.

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© styleuneed / Fotolia

Die größte Veränderung gab es bei der Rendite der zehnjährigen italienischen Staatsanleihe, die um 30 Basispunkte stieg und den November bei 1,23 Prozent beendete, berichtet Tradeweb. Italiens Wirtschafts- und Finanzminister Roberto Gualtieri sagte für das vierte Quartal ein moderates positives Wachstum voraus und hielt für 2020 einen Anstieg um 0,6 Prozent „für absolut realistisch“.

Größte Renditeanstiege bei zehnjährigen Italienern und Griechen
Die zweitgrößte Veränderung gab es bei der Rendite der zehnjährigen griechischen Staatsanleihen. Diese beendete den Monat 26 Basispunkte höher bei 1,30 Prozent, nachdem sie im Oktober um 23 Basispunkte zurückgegangen war. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und der griechische Fiskalrat gaben bekannt, dass sie für 2020 ein Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent respektive 3,5 Prozent für möglich halten. Die Renditen der zehnjährigen portugiesischen und spanischen Staatsanleihen verzeichneten ebenfalls zweistellige Zuwächse um 23 beziehungsweise 18 Basispunkte und beendeten den Monat bei 0,40 Prozent bzw. 0,41 Prozent.

Deutschland nur knapp an der Rezession vorbeigeschrammt
In Deutschland prognostizierte die Bundesbank für das vierte Quartal 2019 ein sehr geringes positives Wachstum und wies auf eine mögliche Stabilisierung des Industriesektors hin. Mit einem Wachstum von 0,1 Prozent entging die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal nur knapp einer Rezession. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um fünf Basispunkte und beendete den November bei minus 0,35 Prozent, nachdem sie zwischenzeitlich ein Monatshoch von minus 0,25 Prozent erreicht hatte.

UK
Auch Großbritannien verzeichnete im dritten Quartal ein schwaches Wachstum, das mit 0,3 Prozent ebenfalls nur leicht über der Rezessionsschwelle lag. Daten der nationalen Statistikbehörde zeigten allerdings, dass sowohl die gesamte Industrieproduktion als auch die Produktion im verarbeitenden Gewerbe stagnierte. Vor diesem Hintergrund senkte die Ratingagentur Moody’s den Ausblick für Großbritannien auf „negativ“ und signalisierte eine mögliche Herabstufung der Bonitätsnote des Landes. Die Rendite der zehnjährigen Gilts stieg im November um sieben Basispunkte und lag am Monatsende bei 0,70 Prozent.

USA
Die Rendite der US-Treasury der gleichen Laufzeit stieg bis Ende November um fast neun Basispunkte auf 1,78 Prozent. Die Prognosen der regionalen Zentralbanken verursachten erneute Sorgen über das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal. Die New Yorker Fed rechnete in ihrem Nowcast mit einem Anstieg um lediglich 0,3 Prozent, während die Atlanta Fed in ihrer GDPNow-Prognose eine Zunahme um 0,4 Prozent erwartete.

Asien
In Asien stieg die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihe um sechs Basispunkte und lag am 29. November bei minus 0,08 Prozent. Laut dem Kabinettsbüro verzeichnete das Land im dritten Quartal ein Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent und übertraf damit die vorläufigen Schätzungen, die von lediglich 0,1 Prozent ausgegangen waren. Indessen gab die Rendite der zehnjährigen australischen Staatsanleihe entgegen dem allgemeinen Verkaufstrend nach und fiel im November um sechs Basispunkte auf 1,04 Prozent. (kb)

 

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