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Warum Schwellenländeranleihen in lokaler Währung outperformen könnten

Nach Ansicht von RBC BlueBay Asset Management werden Lokalwährungs-Schwellenländeranleihen von einem schwächeren Greenback Rückenwind bekommen. Aber auch weitere Gründe sprechen für Emerging Market Local Debt.

© Egor / stock.adobe.com

Die wichtigsten Eckpunkte:

  • Schwächerer US-Dollar hat in der Vergangenheit Lokalwährungsanleihen geholfen
  • Niedrigere US-Zinsen machen Emerging Market Local Debt attraktiver
  • Dieses Jahr sollen Lokalwährungsanleihen besser rentieren als OECD-Bonds

“Der US-Dollar ist geschwächt und wir gehen davon aus, dass sich ein moderater Abwärtstrend weiter fortsetzen wird – mit weiteren Mittelzuflüssen in Schwellenländeranleihen”, schreibt Anthony Kettle, Senior Portfolio Manager im Emerging Market Team von RBC BlueBay Asset Management, in einer aktuellen Kurzanalyse.

Neben der Dollarschwäche gibt es mehrere strukturelle Faktoren, die Schwellenländeranleihen stützen. Dazu gehören Kettle zufolge:

  • die hohen US-Aktienbewertungen,
  • die starke Konzentration von Anlegern in US-Anlagen und die damit verbundene Notwendigkeit der Diversifizierung weg von den USA,
  • das Nachlassen des US-Exzeptionalismus durch Normalisierung des Wirtschaftswachstums und
  • der Zinssenkungszyklus der Fed, der den Carry-Vorteil des US-Dollars untergräbt.

Historisches Muster spricht für Local Emerging Market Debt
In der Vergangenheit gingen Kettle zufolge Phasen der Dollar-Schwäche mit stärkeren Kapitalzuflüssen in Schwellenländer einher, da der Dollar an Attraktivität verlor, während Schwellenländeranlagen relativ an Attraktivität gewannen: "Dennoch bleiben wir hinsichtlich des Tempos der jüngsten Entwicklungen vorsichtig – der US-Dollar ist in den letzten Wochen stark gefallen – eine Übertreibung ist möglich."

Die Kombination aus moderater Inflation, unterstützender Geldpolitik und robustem Wachstum in Schwellenländern schafft ein Umfeld, in dem der Carry laut Einschätzung von Kettle zum dominierenden Renditetreiber wird: "Wir gehen davon aus, dass dies weiterhin positive Mittelzuflüsse in Lokalwährungsanleihen sowohl von Unternehmen als auch staatlichen Emittenten der Schwellenländer bewirken wird."

"Speziell für Schwellenländeranleihen in lokaler Währung sind die Aussichten besonders attraktiv. Wir gehen davon aus, dass sie Schwellenländer-Unternehmensanleihen in US-Dollar 2026 übertreffen werden, angetrieben durch eine Kombination aus attraktiven Realrenditen und günstigen Währungsentwicklungen", prognostiziert Kettle abschließend. (aa)

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