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Warum Japans Aktien outperformen - und was fehlt, damit das so bleibt

Während der globalen Marktturbulenzen in den vergangenen Monaten hat sich der japanische Aktienmarkt im Vergleich zu den Börsen anderer Industrienationen relativ gut gehalten. Naoki Kamiyama, Chief Strategist bei Nikko Asset Management, nennt Gründe und prognostiziert, wie es weitergeht.

Naoki Kamiyama
Naoki Kamiyama, Chefstratege bei Nikko Asset Management
© Nikko AM

Es ist verlockend, aus der relativ guten Entwicklung den Schluss zu ziehen, dass hier spezifisch japanische Faktoren, insbesondere die relativ niedrige Zahl von COVID-19-Infektionen und -Todesfällen, am Werk sind. "Ein solches Argument kann kaum überzeugen, wenn man bedenkt, dass die Einsparungen in Japan zunehmen und der Konsum gedämpft bleibt, obwohl das Land keine zweite Infektionswelle erlebt hat, wie sie derzeit über die USA und Europa hereinbricht", sagt Naoki Kamiyama, Chefstratege bei Nikko Asset Management.
 
Auslandsnachfrage hielt den Markt oben, jetzt kommt es auf den Binnenmarkt an
Allerdings sei das produzierende Gewerbe eine bedeutende Komponente des Tokioter Marktes, so Kamiyama weiter. Die jüngste Erholung der japanischen Exporte aufgrund der starken Auslandsnachfrage – nicht zuletzt hat sich die chinesische Industrie schnell erholt – sei daher seiner Ansicht nach eher ein unterstützender Faktor für japanische Aktien.

Die Outperformance japanischer Aktien steht daher möglicherweise auf schwachem Fundament – der Markt verdankt einen Großteil seiner Gewinne der Nachfrage aus dem Ausland. Eine Erholung der Binnennachfrage in Bereichen wie Dienstleistungen, Transport und Verkehr wird entscheidend dafür sein, dass der Aktienmarkt seine Dynamik auf längere Sicht beibehält.

Erste Anzeichen für eine Erholung der Inlandsnachfrage sind erkennbar
Diese wird zum Teil durch die subventionierte "Go To Travel"-Kampagne der Regierung angeregt. Eine solche Erholung würde wahrscheinlich die Anziehungskraft japanischer Aktien erhöhen. Und die verschobenen Olympischen Sommerspiele könnten, wenn sie wie geplant im nächsten Jahr in Tokio stattfinden, die Binnennachfrage weiter ankurbeln, meint Kamiyama. (kb)

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