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Warum Frontier Market Vietnam für Investoren jetzt interessant ist

Vietnam ist gestärkt aus COVID-19 hervorgegangen. Trotz seiner hohen Einwohnerzahl von 95 Millionen Menschen konnte Vietnam die COVID-19-Kurve viel früher abflachen als viele Industrieländer und verzeichnete bemerkenswert wenige Todesfälle durch das Virus.

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Vietnam-Experte James Johnstone 
© RWC

Lange vor der Pandemie hatte Vietnam bereits den „ausgetretenen Pfad zum Wachstum“ eingeschlagen, den die Welt in den letzten Dekaden in vielen Schwellenländern von Polen bis China gesehen hat. Seit 2010 ist das Land erfolgreich von einer Agrarwirtschaft in die Transformation zu einer flexiblen, auf Produktion und Dienstleistungen basierenden Wirtschaft gestartet. 2020 wurde die vietnamesische Wirtschaft durch das anhaltende Wachstum der Exporte von Elektronik und Textilien weiter gestärkt.

RWC Next Generation Emerging Markets Fund gewichtet Vietnam über
So gibt es für James Johnstone viele Gründe, Vietnam in seinem Frontier-Markets-Fonds, dem „RWC Next Generation Emerging Markets Fund“, überzugewichten. „Im vergangenen Jahr machten Smartphones und deren Ersatzteile 18,1 Prozent der Gesamtexporte aus, gefolgt von Computern mit 15,8 Prozent und Textilien mit 10,5 Prozent“, sagt Vietnamkenner James Johnstone. „Doch Vietnams aktuelle Wirtschaftsstärke liegt auch im Tourismus. Mehr als ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts wird durch Dienstleistungen erwirtschaftet, zu denen das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie das Transportwesen gehören“, so Johnstone.

Einheimischer Tourismus
Obwohl die Mobilitätsbeschränkungen und die Schließung internationaler Grenzen den Tourismussektor im Jahr 2020 erheblich beeinträchtigten, zeigte Vietnam eine schnellere Erholung als die regionalen Mitbewerber. Vor allem gelang dies durch einheimische Reisende. „Dieser Trend wird den Tourismussektor weiterhin unterstützen, während die Erholung des internationalen Reiseverkehrs weiter für erheblichen Rückenwind sorgt“, so Johnstone. Stetig steigende Touristenzahlen seit der Jahrtausendwende Im Jahr 2007 trug der Tourismus 4,5 Prozent zum BIP bei. 2019 war der Anteil der Tourismusbranche auf insgesamt 12,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gestiegen. Denn nach Schwerindustrie und Stadtentwicklung konzentrierten sich die meisten ausländischen Investitionen in Vietnam auf den Tourismus. Der vietnamesische Tourismussektor begrüßte im Jahr 2019 18 Millionen internationale Gäste, verglichen mit 2,1 Millionen im Jahr 2000. Zusätzlich wurden 85 Millionen inländische Urlauber beherbergt, was der Tourismusindustrie insgesamt 30 Milliarden US-Dollar einbrachte. Mit einem Anstieg um 16,2 Prozent zum Vorjahr war das Jahr 2019 eines der wachstumsstärksten im vietnamesischen Tourismus.

Luftfahrt und Infrastruktur sind Treiber für den vietnamesischen Tourismus
"Vincom Retail, ein Immobilienunternehmen und Eigentümer von Einkaufzentren, war ein Hauptnutznießer des robusten Wachstums im Tourismus in den vergangenen Jahren. Das Allzeithoch des Tourismus 2019 wurde vor allem durch die verbesserte Zugänglichkeit und Erschwinglichkeit von Low-Cost-Carriern wie Vietjet unterstützt“, erklärt Johnstone. Darüber hinaus bietet die verbesserte Flughafeninfrastruktur eine Startbahn für weiteres Wachstum im vietnamesischen Luftverkehrsmarkt. Derzeit werde die vietnamesische Luftfahrt von Vietjet und Vietnam Airlines dominiert, deren kapazitäts- und angebotsgesteuertes Wachstum durch die steigende Nachfrage nach Tourismus vor 2020 stark unterstützt wurde. Vietnams Luftfahrtinfrastruktur ist der Schlüssel für die erfolgreiche Expansion der Fluggesellschaften und die weitere Förderung und Unterstützung des Tourismuswachstums. Obwohl landesweit in Betrieb, sind die meisten Regionalflughäfen schlecht ausgelastet, wobei wichtige Flughäfen wie Tan Son Nhat in Ho Chi Minh City und Noibai in Hanoi überlastet sind. Insbesondere der Tan Son Nhat International Airport (TSN) ist der verkehrsreichste Flughafen Vietnams, auf dem 84 Prozent aller Fluggäste des Landes landen. Vietnam plant jedoch den Bau eines größeren internationalen Flughafens in Ho Chi Minh City (Long Thanh), der bereits genehmigt wurde und in Bau ist. Der Flughafen wird voraussichtlich ab 2026 betriebsbereit sein.

Bessere Infrastruktur bei den Straßenverbindungen zu touristischen Zielen
Diese hat auch die Reisezeit verkürzt und das touristische Erlebnis in Vietnam verbessert. „Zum Beispiel dauerte es früher vier bis fünf Stunden, um von Hanoi aus die HaLong-Bucht zu erreichen. Seit 2018 hat eine neue Verbindungsautobahn die Reisezeit auf weniger als zwei Stunden verkürzt“, betont Johnstone. Darüber hinaus planen die Behörden von Dong Nai den Bau von fünf neuen Straßen, die zum Long Thanh International Airport führen, der für 14 Milliarden US-Dollar gebaut wird. Sie werden ihn mit den Distrikten Dinh Quan, Thong Nhat, Vinh Cuu und Trang Bom verbinden. Aufgrund der geografischen Lage Vietnams, die sich von Norden nach Süden erstreckt, sind Flüge in der Regel die bevorzugte Art zu Reisen, aber ein verbesserter Straßen- und Schienenverkehr wird es der Dienstleistungsindustrie ermöglichen, Waren und Dienstleistungen effizient zu transportieren, um Bedürfnisse und Wünsche der Gäste zu erfüllen.

Vorteilhafte Lage nun immer besser nutzbar
„Die Entwicklung von Billigfliegern im Land und in der Region hat auch dazu beigetragen, das Wachstum des inländischen und internationalen Tourismus in Vietnam zu beschleunigen. Für internationale Reisende hat Vietnam eine vorteilhafte Lage in Südostasien, wo Fluggesellschaften mit Schmalrumpfflugzeugen von Hanoi oder Ho Chi Minh City aus fast alle wichtigen Orte in Nordasien, Südostasien und Indien in etwa fünf Stunden anfliegen können“, resümiert James Johnstone. (kb)

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