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Warum Amerika die Nase vorn hat

Ein Blick auf die vergangenen elf Jahre an den Aktienmärkten zeigt interessante Divergenzen zwischen den USA und dem Rest der Welt. Die Vereinigten Staaten sind dem Rest einfach davon gezogen. Die DWS Group betreibt Ursachenforschung.

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© Photo Feats / stock.adobe.com

Im März 2009 fand der Aktienmarkt - gemessen am MSCI USA Index und MSCI AC World ex USA Index - im Anschluss an die Finanzkrise einen Boden. Seither steigen die Aktienkurse wieder. Nicht wie mit dem Lineal gezogen, sondern mit den üblichen Schwankungen. Steigende Aktienmärkte werden auch als "Bullenmärkte" bezeichnet. 2019 feierte somit der aktuelle Bullenmarkt seinen zehnten Geburtstag. Damit handelt es sich, gemessen an der Historie, schon um einen alten Bullenmarkt. Dabei kam es aber zu einer frappierenden Divergenz, wie der folgende Chart illustriert.

Amerika liegt vorne

Quelle: Bloomberg, DWS; Stand 28.08.2019

Gewinnwachstum und digitale Technologie als Triebfedern der US-Werte
Gemessen am Jahresanfang 2008, also noch vor der großen Krise, haben US-Aktien nach einem Rückgang von über 50 Prozent alle Verluste wieder aufgeholt und sich mittlerweile verdoppelt. Nicht-US Aktien hingegen notieren, in US Dollar gerechnet, immer noch unter dem Stand vom Januar 2008. Thomas Bucher, Aktienstratege bei der DWS, erklärt diese Diskrepanz mit dem deutlich stärkeren Gewinnwachstum der US-Unternehmen. Dies ist nicht zuletzt der frühen Fokussierung auf den "Shareholder Value", also den Aktionärsmehrwert, geschuldet. Auch die Branchenzusammensetzung hat dem US-Markt geholfen: In den US-Indizes ist der Dienstleistungssektor, und besonders Unternehmen aus den Branchen der digitalen Technologie, stärker vertreten, als zum Beispiel in europäischen Indizes.

Verzerrende Währungsentwicklung
Haben Investoren etwa in europäischen Aktien also über mehr als zehn Jahre gar nichts verdient? Nein. Zum einen zeigt der Chart die Entwicklung aus der US-Dollar-Perspektive. Gegenüber dem Euro hat der Dollar seit Anfang 2008 um mehr als 30 Prozent aufgewertet. In Euro gerechnet haben demnach auch "Nicht-US Aktien" um diese 30 Prozent besser abgeschnitten. Darüber hinaus sind Dividenden in der Betrachtung ausgeklammert. Und diese fielen zum Beispiel in Europa üppiger aus als in den USA. Dort schütteten Unternehmen ihr Geld gerne über Aktienrückkäufe an die Aktionäre aus. Somit ist diese Ausschüttungskomponente in den Kursen sichtbar, anders als Dividenden. (kb)

 

 

 

 

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