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Warren Buffett sieht amerikanische Konjunktur bei Warnstufe Rot

Warren Buffett hat auf der diesjährigen Hauptversammlung seiner Investmentholding Berkshire Hathaway ein klares Urteil über den Zustand der US-Konjunktur geliefert: Warnstufe Rot.

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Warren Buffett ist ganz der Alte.
© Christopher Goodney/Bloomberg; Alex_Po/stock.adobe.com; Montage: FONDS professionell

"Es ist fast ein Kaufrausch”, sagte der inzwischen 90-jährige Starinvestor Warren Buffett bei der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway, dem Woodstock-Festival des Kapitalismus, das dieses Jahr virtuell von Los Angeles aus übertragen wurde. “Die Leute haben Geld in der Tasche und zahlen höhere Preise”, meinte der Altmeister der Geldanlage.

Steigende Inflation
Die unerwartet schnelle Erholung von der Corona-Krise führte Buffett auf die raschen und entschlossenen Stützungsmaßnahmen der Federal Reserve und der US-Regierung zurück. Sie hätten dazu beigetragen, dass sich 85 Prozent der Wirtschaft auf der Überholspur befänden.  Mit der Rückkehr des Wachstums bei weiterhin niedrigen Zinsen erhöhten allerdings viele, Berkshire eingeschlossen, die Preise, so Buffett. In der Folge gebe es höhere Inflation als vor sechs Monaten erwartet.

SPACs als Dealkiller für Buffett
Buffett warnte seine Investoren, dass Berkshires Karten bezüglich M&A-Deals derzeit nicht die besten seien. Börsennotierte Blankoscheck-Gesellschaften hätten inzwischen den Markt im Griff. Die so genannten SPACs seien “ein Killer” für Berkshires Chancen, Übernahmekandidaten an Land zu ziehen. “Das wird nicht ewig so weitergehen. Aber derzeit ist dort das Geld und die Wall Street geht dahin, wo das Geld ist”, so Buffett. Im letzten Jahr seien viele Leute ins Börsen-Kasino geströmt.

Bidens Steuerpläne werden Berkshires Aktionäre Geld kosten
Joe Bidens Pläne für eine Erhöhung der Unternehmenssteuern würden, so Buffett, den Aktionären von Berkshire schaden. An der Dividendenpolitik - Berkshire zahlt keine - werden neue Steuergesetze allerdings nichts ändern.

Fehler eingeräumt
Buffett räumte ein, dass die Reduktion der Beteiligung an Apple im vergangenen Jahr “wahrscheinlich ein Fehler” war. Ende März besaß Berkshire allerdings noch immer einen Anteil von rund 110 Milliarden UIS-Dollar am iPhone-Hersteller.

Die Jagdkasse ist gut gefüllt, alleine es fehlt das Wild
Das abgelaufene Quartal beendete Berkshire mit einem fast beispiellosen Bargeldbestand von 145,4 Milliarden US-Dollar, da der Konzern weiterhin schneller Mittel generiert, als Buffett sie einsetzen kann. Die Aktienrückkäufe indessen fuhr Buffett zurück: Ihr Volumen lag nur noch bei 6,6 Milliarden US-Dollar und damit deutlich unter dem Rekordbetrag von neun Milliarden US-Dollar in den vergangenen Quartalen. Das Volumen der Aktienverkäufe war im Quartal per Saldo das zweithöchste in fast fünf Jahren. (kb)

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