Logo von Institutional Money
Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Warnung: Börsenbullen ignorieren wichtige Indikatoren

Ein Hedgefonds-Lenker glaubt, dass viele optimistisch gestimmte Marktteilnehmer zu sehr auf Rückwärtsindikatoren achten, nicht jedoch auf vorauslaufende Wirtschaftsindikatoren, wie beispielsweise die Auftragseingänge der verarbeitenden Industrie.

bulle bär
© Studio_East / stock.adobe.com

Investoren in US-Aktien und US-Hochzinsanleihen hätten die Gefahr einer Rezession in diesem Jahr nicht ausreichend eingepreist. So sieht es ein auf Asien fokussierter Hedgefonds, der 2022 mit gut getimten Wetten auf Chinas Erholung eine überdurchschnittliche Performance erzielte. Der S&P 500 und hochverzinsliche Unternehmensanleihen lassen “den Konjunkturzyklus und das Risiko einer Rezession außer Acht”, was sie anfällig für einen weiteren Ausverkauf macht, warnt Nicholas Ferres, Chief Investment Officer bei Vantage Point Asset Management in Singapur.

Er gibt zu bedenken, dass sich zu viele Anleger auf rückblickende Wirtschaftsstatistiken wie die US-Beschäftigung konzentrieren, anstatt auf Indikatoren, die auf die künftige Nachfrage hindeuten, wie zum Beispiel die Auftragseingänge der verarbeitenden Industrie.

“Weil die Zustandsdaten in Ordnung sind, wähnen sich die Leute in trügerischer Sicherheit”, sagte Ferres, dessen Firma 650 Millionen Dollar verwaltet. Eine monatliche Messgröße für die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe in den USA ist seit zwei Jahren rückläufig und befindet sich seit September in der Kontraktionsphase. Ein ähnlicher Indikator für Europa verzeichnet seit sechs Monaten eine Schrumpfung.

Prognosen über einen Rückgang risikoreicherer Anlagen in der ersten Jahreshälfte, gefolgt von einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte, könnten sich als falsch erweisen, so Ferres. Der S&P 500 ist seit seinem Tiefststand im Oktober um etwa zwölf Prozent gestiegen, während die Renditedifferenz zwischen High Yield Bonds und den entsprechenden Staatsanleihen geringer ist als im Durchschnitt der letzten zwei Jahrzehnte (siehe die nachfolgendde Grafik). Ferres ist der Meinung, dass der Abstand größer werden sollte.

US-HY-Bonds-Spreads sind relativ niedrig

Big Player raten ebenfalls zur Vorsicht
Mit seiner Vorsicht ist Ferres nicht allein. Die Strategen des BlackRock Investment Institute sagten, dass die Aktienrally in diesem Jahr die Märkte “anfällig für negative Überraschungen macht - und unvorbereitet auf eine Rezession.”

Makrostrategen von BNP Paribas erklärten am Sonntag in einer Analyse, dass sich die Hoffnungen auf eine weiche Landung zerstreuen würden, genau wie die Idee einer vorübergehenden Inflation vor einem Jahr.

Hedgefonds ist vorsichtig positioniert, empfiehlt Long-CDS-Exposure
Vantage Point erzielte 2022 einen kleinen Gewinn, der durch Wetten auf chinesische Technologiewerte und die Positionierung auf die Rücknahme von Covid Zero durch die chinesische Regierung getragen wurde. Preqin-Daten zeigen ähnliche Renditen für in Asien ansässige Global-Macro-Fonds, während die breitere Hedgefonds-Branche einen durchschnittlichen Verlust von mehr als sieben Prozent verzeichnete.

Angesichts der schwachen Performance des Anleihemarktes im vergangenen Jahr und der potenziellen Straffung der Geldpolitik hält der Fonds 10 bis 15 Prozent seines Vermögens in Barmitteln und keinerlei festverzinsliche Anlagen. “Das war eine wichtige Entscheidung, denn festverzinsliche Wertpapiere als defensive Anlageklasse haben sich nicht bewährt”, so Ferres.

Stattdessen böten Credit Default Swaps jetzt mittelfristig eine sicherere Form des Schutzes. Wenn sich die wirtschaftlichen Signale abschwächen, werde der Preis für die Absicherung gegen den Ausfall von Unternehmensschulden steigen und Anlegern, die sich mit CDS-Indizes eindecken, Gewinne bescheren, sagte er. (aa)

twitterlinkedInXING

News

Institutional Money Kontakt
Logo von Institutional Money
Institutional Money
c/o FONDS professionell Multimedia GmbH, Landstrasser Hauptstraße 67, EG/Hof, 1030 Wien

Telefon: +43 1 815 54 84-0
Fax: +43 1 815 54 84-18
E-Mail: office@institutional-money.com

Redaktion Köln:
Hohenzollernring 52
50672 Köln
Telefon: +49 221 33 77 81-0
Telefax: +49 221 33 77 81-19
 Schließen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren