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Warburg Pincus sieht Brexit als enorme Chance für künftige Deals

Auf das Chaos, das der Brexit in der britischen Politik angerichtet hat, hätten viele verzichten können. Zumindest eine Private-Equity-Gesellschaft ist jedoch begeistert vom Potenzial für Deals, das er ermöglichen dürfte.

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“Wir sehen den Brexit als große Chance für Transaktionen und sind in Bezug auf Investments in Großbritannien wirklich enthusiastisch”, sagte Dan Zilberman (Bild), Europa-Chef bei Warburg Pincus. “Damit es richtig losgehen kann, ist allerdings unerlässlich, dass Großbritannien die Europäische Union mit einer Vereinbarung verlässt.”
© Warburg Pincus

Das Risiko, dass Großbritannien ungeregelt aus der EU ausscheidet, ist seit dem 17. Oktober gesunken. Premierminister Boris Johnson hat eine Übereinkunft mit der EU erreicht. Die bevorstehende Parlamentswahl hat aber wieder ein ordentliches Maß Unberechenbarkeit mit sich gebracht.

Pfund bereits im Rallye-Modus
Das Pfund hat seit Johnsons Deal eine beachtliche Rallye hingelegt, da Händler weniger Risiko für eine Chaos-Scheidung einpreisen. Am Mittwoch notierte die britische Währung bei knapp 1,29 Dollar und damit mehr als fünf Prozent über dem Oktober-Tief.

Mehrere Ansatzpunkte
“Sobald die Unsicherheit vorbei ist, gibt es einen Kapitulationspunkt, an dem Verkäufer verkaufen wollen”, sagte Zilberman in einem Interview mit Bloomberg im Berliner Büro von Warburg, das im Oktober eröffnet wurde. “Uns gibt das die Möglichkeit, in Unternehmen zu investieren, die in ihrer Entwicklung zu kurz gekommen sind und unterinvestiert waren.”  Chancen sieht Zilberman im Zusammenhang mit Unternehmensausgliederungen, Buyouts von börsennotierten Unternehmen oder dem Erwerb von Portfolio-Gesellschaften anderer Private-Equity-Firmen.

Britisches M&A-Geschäft könnte Aufschwung vertragen
Seit Jahresbeginn wurden laut Bloomberg-Daten Fusionen und Übernahmen im Volumen von fast 149 Milliarden US-Dollar angekündigt, die Unternehmen mit Sitz in Großbritannien als Ziel hatten. 2015, im Jahr vor dem Brexit-Votum, waren es noch beispiellose 406 Milliarden US-Dollar. (kb)

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