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Wall Street erwartet jetzt EZB-"Jumbo"-Zinsschritt von 75 Basispunkten

Einige der größten Wall-Street-Banken haben ihre Prognosen für die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank nach oben revidiert und sagen nun voraus, dass die höhere Inflation die Währungshüter dazu bringen wird, mit noch größerer Entschlossenheit zu reagieren.

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Angesichts des Kaufkraftverlusts der europäischen Bürger ist Aktivität seitens der Zentralbanken gefragt.
© canbedone / stock.adobe.com

Die Zeichen stehen für einen großen Zinsschritt: Die Volkswirte von Goldman Sachs, JP Morgan und Bank of America erwarten angesicht immer höherer Inflationsraten eine Erhöhung um 75 Basispunkte auf der Sitzung des EZB-Rats nächste Woche. Einige Falken in dem 25-köpfigen Entscheidungsgremium haben das in den letzten Tagen bereits als Option ins Spiel gebracht. Die Geldmärkte preisen diesen Schritt inzwischen auch ein. Darüber informiert Bloomberg.

Die neuen Prognosen folgen den neuesten Inflationsdaten für die Eurozone, die am Mittwoch eine Teuerungsrate von 9,1 Prozent zeigten, mehr als von Ökonomen vorhergesagt und noch weiter über dem Zwei-Prozent-Ziel der EZB. Die Kerninflation, die volatile Posten wie Lebensmittel und Energie herausrechnet, erreichte ebenfalls einen neuen Rekordwert von 4,3 Prozent, wie nachfolgende Grafik zeigt:

Steigende Inflation in der Eurzone

Immer mehr Falken
“Die Zahl der Währungshüter bei der EZB, die eine energischere Reaktion bevorzugen, hat zugenommen”, schreibt Greg Fuzesi, Ökonom bei JPMorgan. Die Inflationsdaten “werden sie weiter ermutigt haben. Während die relative Größe der verschiedenen Lager im EZB-Rat nach der Sommerpause schwer einzuschätzen ist, vermuten wir jetzt, dass eine Anhebung um 75 Basispunkte in der nächsten Woche bevorsteht.”

Sven Jari Stehn von Goldman ergänzte, dass sich auch die Konjunkturindikatoren besser gehalten hätten als erwartet. “Auch wenn das noch keine beschlossene Sache ist - einige Mitglieder des EZB-Rates haben sich für ein gleichmäßiges Tempo der Anhebungen ausgesprochen - halten wir eine Anhebung um 75 Basispunkte auf der September-Sitzung für wahrscheinlicher als einen weiteren Schritt um einen halben Punkt”, wie ihn die EZB im letzten Monat gesetzt hat, schreibt Stehn.

Goldman erwartet bis Februar eine Erhöhung des Einlagensatzes auf 1,75 Prozent, wobei die Tendenz “im Falle anhaltenderen Inflationsdrucks und stärkerer Zweitrundeneffekte in Richtung eines höheren Endsatzes” geht.

Was meint die Bank of America?
Die Ökonomen der Bank of America erwarten zwar ebenfalls eine Anhebung um 75 Basispunkte, sehen aber weiterhin “eine sehr knappe Entscheidung”.

“Die Debatte ist sehr komplex, aber die Kombination aus den jüngsten Äußerungen und dem überraschenden Anstieg der Gesamt- und vor allem der Kerninflation im August bedeutet, dass ein größerer Schritt als im Juli nun etwas wahrscheinlicher geworden ist”, schreiben sie in ihrem Bericht.

Die BofA erwartet, dass der Einlagensatz im Juni einen Höchststand von 2,25 Prozent erreichen wird, bevor in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 wieder mit Zinssenkungen begonnen wird. (aa)

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