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Von Milliardären kontrollierte Firmen performen fast doppelt so stark

Der "UBS/PwC Billionaires Report 2019" zeigt unter anderem, dass die von Milliardären kontrollierte Unternehmen fast das Doppelte der durchschnittlichen Marktperformance erzielen. Wermutstropfen: Nach einer konstanten Wachstumsphase von 5 Jahren ging die Anzahl der Milliardäre 2018 erstmals zurück.

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© Fotolia

Von Milliardären kontrollierte Unternehmen erzielten in den letzten 15 Jahren fast das Doppelte der durchschnittlichen Marktperformance, wie aus einer kürzlich veröffentlichten Studie hervorgeht. Dies ist eine der Erkenntnisse des jährlichen Billionaires Insights Report von UBS und PwC, The Billionaire Effect. Aus dem Bericht geht auch hervor, dass das Vermögen von Milliardären im Jahr 2018 insgesamt um 388 Milliarden US-Dollar zurückging, nachdem es fünf Jahre lang gewachsen war.

Milliardäre in Asien mussten eine Korrektur hinnehmen
Dies geschah nach einer Phase, nachdem sich ihr Vermögen während des starken Wachstums der vorhergehenden fünf Jahre fast vervierfacht hatte. Im Gegensatz dazu stiegen die Vermögen in Nord- und Lateinamerika in diesem Jahr leicht an, angeführt von bekannten US-amerikanischen Tech-Milliardären. Trotz der Wachstumsverlangsamung im letzten Jahr ist das Vermögen von Milliardären nach einem Wachstum um 2,2 Billionen US-Dollar jetzt um über ein Drittel (34,5 Prozent) höher als vor fünf Jahren.

Natürliche Korrektur
Josef Stadler, Head of Ultra High Net Worth bei UBS Global Wealth Management, kommentierte den neuen Bericht: «Auf den Milliardärsboom der letzten fünf Jahre folgte eine natürliche Korrektur. Ursachen für diesen Rückgang waren der stärkere US-Dollar und die grössere Unsicherheit an den Aktienmärkten angesichts des schwierigen geopolitischen Umfelds.»

Unternehmen der Milliardäre florieren nach wie vor 
Milliardäre gründen und steuern Unternehmen, die sich konstant besser entwickeln als die Aktienmärkte. Diese Geschäftstüchtigkeit schlägt sich auch in ihren philanthropischen Bemühungen nieder: Viele Milliardäre versuchen, neue Möglichkeiten zu finden, um einen weitreichenden ökologischen und sozialen Wandel voranzutreiben. Dieser «Milliardärseffekt» ist weltweit nach wie vor frisch und lebendig – und nimmt allem Anschein nach auch nicht ab.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie
Der Milliardärseffekt treibt die Outperformance an. In den 15 Jahren bis Ende 2018 entwickelten sich an den Aktienmärkten notierte Unternehmen von Milliardären um 8,7 Prozent besser als die globale Benchmark. Von Milliardären kontrollierte – öffentliche und private – Unternehmen erzielten in den zehn Jahren bis Ende 2018 eine um 16 Prozent höhere Eigenkapitalrendite und übertrafen damit erneut den MSCI AC World Equity Index, der im Durchschnitt nur 11 Prozent aufweisen konnte. Dieser Milliardärseffekt ist auf die Bereitschaft der Milliardäre zurückzuführen, intelligente Risiken einzugehen und langfristig zu planen und zu investieren.

Marcel Tschanz, Partner und Swiss Head Wealth Management bei PwC Switzerland, erklärte:
«Der EU-Aktionsplan für ein nachhaltiges Finanzwesen und die darauffolgenden Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) haben der Welt vor Augen geführt, wie Privatpersonen und Institutionen die Nachhaltigkeit fördern sollten. Die breite Öffentlichkeit holt jedoch gerade erst gegenüber unseren Selfmade-Unternehmern auf, die ihre Methoden, etwas Gutes zu tun, in den letzten Jahren verändert haben – sie sind innovativer geworden und gehen strategischer vor.» Tschanz weiter: "Selbst wenn alle Milliardäre ihr gesamtes Vermögen von 8,5 Billionen US-Dollar spenden würden, könnte dies die jährliche Finanzierungslücke der SDGs, die auf 7 Billionen US-Dollar geschätzt wird, nicht überbrücken. Milliardäre nehmen ihre Verantwortung ernst und immer mehr von ihnen bemühen sich aktiv, die epidemischen Probleme der Welt anzupacken. Jetzt liegt es an uns allen, dem Beispiel der Milliardäre zu folgen, die Macht der Technologie einzusetzen und den Wandel voranzutreiben."

Milliardäre gestalten das Geschäft der weltweiten Philanthropie um
Selfmade-Milliardäre suchen nach neuen Möglichkeiten, die Welt zu verbessern. Die traditionelle Vergabe von Beihilfen wandelt sich zur strategischen Philanthropie und zur Förderung ehrgeiziger Zwecke. Um einen Unterschied zu machen, arbeiten Philanthropen auch zunehmend mit anderen Milliardären, gemeinnützigen Organisationen, Wohltätigkeitsorganisationen und Regierungen zusammen. Milliardäre setzen ihre Vermögen, ihre Problemlösungsfähigkeiten, ihre Netzwerke und ihren Einfluss ein, um neue Philanthropiemodelle zu entwickeln, die die größte Wirkung erzielen.

Immer mehr Frauen dringen in die Ränge der Milliardäre vor
Die Zahl der Milliardärinnen ist in den letzten fünf Jahren um 46 Prozent gewachsen - stärker als die Zahl der männlichen Milliardäre (39 Prozent). Heute gibt es 233 Milliardärinnen, gegenüber 160 im Jahr 2013. In Asien sind mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Milliardärinnen aus eigener Kraft zum Reichtum gekommen. Vier von 10 der Selfmade-Milliardärinnen des Jahres 2018 haben Unternehmen im Konsumgüter- und Einzelhandelssektor aufgebaut.

Milliardäre werden unternehmerische Investoren
Knapp vier von zehn UBS-Kundenberatern (39 Prozent) berichten, dass ihre Kunden im letzten Jahr Unternehmen gekauft haben. Zur gleichen Zeit sagen viele, dass ihre Kunden in den letzten zwölf Monaten Unternehmen über Handelsverkäufe oder Börsengänge verkauft haben (33 Prozent). Eine ähnlich hohe Zahl (30 Prozent) erwartet, dass Kunden dies im nächsten Jahr tun werden. Über ein Fünftel der Kundenberater berichtet, dass ihre Milliardärskunden signifikante Veränderungen ihrer Anlagestrategien durchgeführt haben, um das Rekordwachstum der letzten fünf Jahre zu halten. Weitere 13 Prozent deuten an, dass ihre Kunden dies in den nächsten zwölf Monaten tun werden.

Weitere regionale Highlights
Amerika stemmte sich gegen den Trend des rückläufigen Wohlstands. Die Milliardäre in der Region steigerten ihr Vermögen um 0,1 Prozent. Die Netto-Anzahl der Milliardäre in Nord- und Lateinamerika stieg ebenfalls um 4,8 Prozent auf 749 Ende 2018. Das Wachstum wurde von US-Technologie-Giganten getragen: Bestehende Unternehmer konnten ihr Wachstum halten und Neueinsteiger erzielten gute Fortschritte.

In der Region EMEA ging das Gesamtvermögen um knapp 6,8 Prozent auf 2,4 Billionen US-Dollar zurück. Die Zahl der europäischen Milliardäre verringerte sich um 4,9 Prozent auf 598.
Die Region APAC weist nach wie vor weltweit die größte Zahl an Milliardären auf. Im Jahr 2018 ging die Anzahl der Milliardäre in der APAC-Region jedoch um 7,4 Prozent auf 754 zurück. Dahinter verbarg sich eine gewaltige Umwälzung: 169 fielen aus der Milliardärsliste heraus, während 110 in die Gruppe der Milliardäre aufstiegen. China brachte im Jahr 2018 insgesamt 56 neue Milliardäre hervor, etwa einen pro Woche.

Studien-Set-Up
Der Billionaires Insights Report wird mittlerweile im fünften Jahr publiziert. Er nutzt die umfassenden Netzwerke von UBS und PwC mit dem Ziel, Milliardäre weltweit besser zu verstehen. Die Studie stützt sich auf über 30 Interviews unter vier Augen mit Milliardären und ihren Erben sowie erstmals auch auf eine Umfrage unter über 100 UBS-Kundenberatern. (kb)

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