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Low-Touch-Komprimierung

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Viertgrößte Volksbank Deutschlands denkt über Strafzins für alle nach

Neu eröffnete Tagesgeldkonten kosten bei der Volksbank Frankfurt wohl künftig Geld, statt Zinsen zu bringen – schon ab dem ersten Cent. Ein deutlich kleinerer Branchennachbar aus Bayern hat es vorgemacht.

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© Wolfilser / stock.adobe.com

Ein bayerisches Regionalinstitut ist vorgeprescht, nun könnte eine weitere Volksbank nachziehen: Laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) plant nach der Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck auch die Frankfurter Volksbank einen als "Strafzins" für Einlagen schon ab dem ersten Cent. Die Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck hat mit ihrem neuen "Verwahrentgelt" in Höhe von 0,5 Prozent für Tagesgeld-Neukunden viel Kritik auf sich gezogen. Das scheint die Volksbank Frankfurt – mit einer Bilanzsumme von knapp 13 Milliarden Euro immerhin die viertgrößte ihrer Art hierzulande – nicht zu schrecken: Dort sind laut FAZ ab März 2020 für Neukunden-Einlagen sogar 0,55 Prozent fällig, also 0,05 Prozentpunkte mehr..

Bestandskunden zahlen bei im Hessischen beheimateten Volksbank künftig Strafzinsen für Einlagen über 500.000 Euro. Im März kommenden Jahres soll dieser Freibetrag allerdings auf 250.000 Euro gekappt werden. Die Volksbank Frankfurt begründet ihre veränderte Gebührenpolitik mit den anhaltenden Negativzinsen in der Eurozone. Sparbücher sollen indes verschont bleiben: Bei diesen Produkten seien Negativzinsen gesetzlich verboten, teilt die Volksbank mit.

Sparkassen langen ebenfalls zu
Auch im Sparkassen-Lager sind Negativzinsen ab dem ersten Cent inzwischen kein Tabu mehr. So verlangt etwa die Kreissparkasse Stendal in Sachsen-Anhalt laut der Zeitung "Die Welt" bei ihrem S-Tagesgeldkonto von Neukunden ein "Verwahrentgelt" für Guthaben ab einem Cent. Andere Sparkassen treffen zum Teil individuelle Zins-Vereinbarungen mit Kunden, die hohe Einlagen bei ihnen deponieren. (fp)

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