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Viel Munition, wenig Wild: Buffett sitzt bald auf 100 Milliarden Cash

Diesen Rekord hat Warren Buffett gehofft, niemals erreichen zu müssen: die 100-Milliarden-US-Dollar-Grenze an Barbeständen. Die lange Aktienhausse hat mögliche Zielunternehmen verdammt teuer gemacht.

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Starinvestor Warren Buffett, auch das "Orakel von Omaha" genannt, schwimmt in Cash und findet wenig Investitionsmöglichkeiten. 
© Bloomberg

Ende des 2. Quartals 2017 war diese Schallmauer bei Buffetts Investmentvehikel Berkshire Hathaway beinahe erreicht. Diese Zahl unterstreicht eindrucksvoll, wie die Firmen, die Buffett in den letzten Jahren zusammenkaufte, Cash generieren können. Doch ist dieses hohe Cash-Vermögen auch eine Last, kauft Buffett doch kaum eigene Aktienzurück und schüttet keine DIvidenden an seine Aktionäre aus. Daher muss er permanent nach neuen Investitionsmöglichkeiten Ausschau halten, um sein Geld arbeiten zu lassen. Doch die Liste der Unternehmen, die Warren Buffet besitzen möchte, sei sehr kurz, meint etwa David Rolfe gegenüber Bloomberg. Der CIO von Wedgewood Partners verwaltet sechs Milliarden US-Dollar und besitz unter anderem auch Berkshire-Aktien.

Selbstkritischer Buffett auf der Hauptversammlung

Der 86-jährige Starinvestor sprach das Problem des anschwellenden Cash-Bergs auch bei der Hauptversammlung im Mai an. Es sei ihm, Buffett, klar, dass er soviel Cash nicht untätig herumliegen lassen sollte. Die Frage sei, ob er es vernünftig unter Einhaltung seiner strengen Investmentkriterien tatsächlich allokieren könne. Es würde mehr Spass machen, wenn man ihn kontaktiere, als wenn er selbst auf die Unternehmen zugehen müsse. 

Erste Deals

Tatsächlich hat Buffett einige Anlagemöglichkeiten identifziert. So hat er seit Anfang des Jahres eine Position in Apple aufgebaut, und im Juni tätigte Berkshire zwei kleinere Aktieninvestments. Eine ging in einen REIT, die andere in einen umkämpften kanadischen Hypotheken-Finanzierer namens Home Capital Group. Dazu kommt, dass Berkshires Versorger-Division für zirka neun Milliarden US-Dollar Texas größten Stromversorger übernehmen will. Paul Singers Elliott Management Corporation will sich hier aber noch nicht geschlagen geben. 

Neues Cash ante portas

Berkshire hat 4,26 Milliarden US-Dollar Gewinn für das 2. Quartal 2017 gemeldet. Dabei ging der Gewinn gegenüber Q2-2016 um 15 Prozent aufgrund von Verlusten beim Underwriting im Versicherungsgeschäft zurück. Aber eine Anzahl von Tochterunternehmungen wie etwa BNSF konnten Zuwächse vermelden. 

Bullenmarkt ist nicht Buffetts Freund, wenm es ums Shoppen geht

Attraktiv bewertete Deals zu lokalisieren, ist in einem Hausseumfeld, das nun schon sehr lange andauert, überaus schwierig. Der große Cashbestand Berkshires ist dabei auch Ausdruck von Warren Buffetts Willen, auf die richtige Gelegenheit zum Einstieg zu warten. Jim Shanahan, Analyst bei Edward Jones, meint gegenüber Bloomberg, er sieht keinen Grund alarmiert zu sein, vielmehr glaubt er, dass Buffett und sein Team in den nächsten Jahren einige überaus interessante Investments tätigen werden.  

Trockenes Pulver in der Baisse schafft gute Opportunitäten

Zu einer Beschleunigung der Dealabfolge würde es jedenfalls bei einer Marktkorrektur respektive einem Bärenmarkt geben, ist Bill Smead von Smead Capital Management überzeugt. In der Vergangenheit habe Buffett immer wieder beweisen, wenn es in der Wirtschaft schlecht läuft, zu sehr günstigen Bedingungen Deals abzuschließen, man denke nur an seine Unterstützung für Goldman Sachs oder Munich Re in der Finanzkrise. (kb)

 

 

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