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Vertrauen institutioneller Anleger legt im November kräftig zu

Laut dem von State Street monatlich erhobenen Investor Confidence Index ist das Vertrauen institutioneller Investoren in die Aktienanlage im November wieder gestiegen. Allerdings liegt der Index mit 90,7 Punkten immer noch unter der neutralen Schwelle von 100 Punkten.

Zuversicht
Erstmals seit zwei Monaten sind Investoren wieder zuversichtlicher für die Aktienanlage. 
© Minerva Studio / stock.adobe.com

Nach zwei leichten Rückgängen in den beiden Vormonaten zeigen die von State Street befragten institutionellen Investoren eine deutlich gestiegen Zuversicht was die Aktienanlage angeht. Mit einem Anstieg um 10,6 Punkte auf 90,7 Punkte notiert der Investor Confidence Index (ICI) aber nach wie vor unterhalb der neutralen Schwelle von 100 Punkten. Aus der regionalen Betrachtung geht hervor, dass der Hauptgrund für die Steigerung ein Anstieg des ICI für Nordamerika um 10,6 Punkte auf 87,4 Punkte gewesen ist. Der ICI für Asien stieg ebenfalls, von 91,8 auf 95,1 Punkte. Der ICI für Europa allerdings ist nun schon den zweiten Monat in Folge gefallen, im November um 1,8 Punkte auf 92,0.

"Die globale Risikobereitschaft hat sich im November deutlich verbessert, und es gab hier sogar den höchsten Anstieg seit Juni und den zweitbesten globalen Wert des Jahres 2020", kommentiert Marvin Loh, leitender Makrostratege bei State Street Global Markets, das Ergebnis. "Die Zuwächse beruhen primär auf den sich verbessernden Aussichten in Nordamerika, wo aufgrund des nun abgeschlossenen US-Wahlprozesses und der positiven Nachrichten über einen Covid-19-Impfstoff die höchsten Werte des Jahres verzeichnet wurden." Die Aktienbewertungen haben laut Loh neue Höchststände erreicht, wobei der Dow Jones kurz davor steht, sein stärkstes Monatsergebnis des Jahres zu erzielen, da die Wertentwicklung das Wachstum übertraf.

Risikobereitschaft in Europa auf niedrigstem Stand des Jahres
Dagegen sei die Risikobereitschaft in Europa auf den niedrigsten Stand des Jahres zurückgegangen, da ein Anstieg der Virusfälle zu einer weiteren Runde von Lockdowns und Restriktionen geführt habe. "Die noch laufenden Brexit-Verhandlungen und der festgefahrene EU-Haushalt haben das Vertrauen der Investoren weiter erschüttert", so Loh, "wenngleich die meisten europäischen Börsen in diesem Monat zweistellige Kursgewinne verzeichnen dürften.“

Entwickelt wurde der Investor Confidence Index von Kenneth Froot und Paul O'Connell von State Street Associates, dem Marktforschungs- und Beratungsunternehmen von State Street Global Exchange. Der Index misst das Vertrauen beziehungsweise die Risikobereitschaft der Investoren quantitativ, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufverhalten institutioneller Anleger untersucht.

Der Index weist Änderungen bei der Risikobereitschaft der Anleger eine genaue Bedeutung zu: je höher die prozentuale Verteilung auf die einzelnen Papiere, desto größer die Risikobereitschaft beziehungsweise das Vertrauen. Ein Wert von 100 ist neutral; dies ist der Wert, bei dem Investoren ihren langfristigen Anteil an risikoreichen Anlagen weder erhöhen noch verringern. Der Index unterscheidet sich von umfragebasierten Maßnahmen dadurch, dass er sich nicht auf von institutionellen Investoren geäußerte Meinungen, sondern auf ihre tatsächlich getätigten Geschäfte stützt. (hh)

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