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Verbrauchervertrauen schlägt Stimmung der Unternehmer um Längen

Firmenchefs sind derzeit deutlich schlechter gelaunt als die Verbraucher. Für einen Stimmungsumschwung bei den Entscheidern in der Wirtschaft müsste sich wohl auch die Politik ändern.

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© Luke Sharrett / Bloomberg

Es ist im Wesentlichen den privaten Haushalten zu verdanken, dass die wirtschaftliche Schwäche, die vom globalen Handel und der Industrie ausging, die Wirtschaft nicht in eine Rezession abgleiten ließ. Die Serie schlechter Nachrichten zum Thema globaler Handelskonflikt hat den Verbrauchern nicht auf die Stimmung geschlagen, konstatieren die Experten der DWS Group.

Divergenz zwischen Konsumenten- und Unternehmerstimmung 
Wie aus dem folgenden Chart hervorgeht, zeigen Umfragen nach dem Verbrauchervertrauen  eine anhaltend gute Konsumentenlaune, was sich in eine weiterhin robuste Konsumnachfrage übersetzen dürfte. Deutlich pessimistischer ist die Stimmung hingegen in den Chefetagen. Dort wird die Lage in einer vergleichbaren Befragung nämlich ähnlich schlecht beurteilt wie zuletzt in 2011 und zuvor während der Finanzkrise.

Zwei historische Auffälligkeiten
Zum einen haben in der Vergangenheit Vorstandsetagen sich anbahnende Rezessionen schon früher erkannt als die große Masse der privaten Haushalte, zum anderen scheinen Stimmungsschwankungen bei Führungskräften ausgeprägter zu sein. So hat es den Chefetagen bereits früher in diesem Jahrzehnt mehrmals die Stimmung verhagelt, um sich danach aber wieder aufzuhellen.

Schlechte Unternehmerstimmung spiegelt politische Unsicherheit wider 
Während die DWS-Experten in der aktuellen Situation Vertrauen aus der anhaltend guten Stimmung bei den Verbrauchern schöpfen, ist der Absturz der Stimmung bei den Unternehmenslenkern schon ein deutliches Signal. Es reflektiert die anhaltend hohe politische Unsicherheit, sei es in Bezug auf den Brexit oder im US-chinesischen Handelsstreit. Das schlägt nicht nur auf die Stimmung, sondern auch auf das Investitionsverhalten. Für eine nachhaltige Wende zum Positiven muss wohl die Politik sorgen, indem es zum Beispiel beim globalen Handelskonflikt zu einer deutlichen Entspannung kommt, so die DWS. (kb)

 

 

 

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