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Van Eck: Warum Goldaktien noch viel Luft nach oben haben

Trotz des jüngsten Kursanstiegs sind Aktien von Bergbaugesellschaften nicht zu hoch bewertet, sagt Van-Eck-Stratege Joe Foster. Die Firmen profitieren seiner Einschätzung zufolge enorm vom gestiegenen Goldpreis.

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© Route16 / stock.adobe.com

Seit Beginn des laufenden Aufwärtstrends im Juni vergangenen Jahres hat der Goldpreis um rund 45 Prozent zugelegt. Der US-Branchenindex NYSE Gold Miners ist in diesem Zeitraum sogar um 79 Prozent gestiegen. Trotzdem sind Minenaktien nach wie vor nicht überbewertet, sagt Joe Foster, Portfoliomanager und Goldstratege bei Van Eck. "Das hängt damit zusammen, dass ein Großteil der Kosten von Bergbaugesellschaften Fixkosten sind. Ein Anstieg im Preis schlägt daher nach Steuern als Reingewinn zu Buche", erklärt er.

Klettert der Goldpreis um elf Prozent, zum Beispiel von 1.800 auf 2.000 US-Dollar je Feinunze, steigert das den freien Cashflow großer und mittelgroßer Bergbaufirmen um 29 Prozent, hat Foster ausgerechnet. Zugleich zieht der Wert der Ressourcen an, die noch im Boden schlummern. "Dadurch kann der Wert eines Unternehmens steigen, sodass Goldaktien im Allgemeinen gegenüber Gold eine Outperfomance von mehr als 30 Prozent erzielen müssen, damit die Bewertungen in die Höhe klettern", erläutert der Experte. Noch war eine solche Outperfomance nicht zu beobachten.

Bergbaugesellschaften lassen Disziplin vermissen
Die Kurse von Goldminenaktien haben also noch reichlich Luft nach oben. Diese wird allerdings dünner, warnt Foster. Der Grund: Der jüngste Preisanstieg des Edelmetalls hat einige Unternehmen dazu verleitet, ihre Standards in Bezug auf Kostenkontrolle und Verschuldung zu lockern. "Bei höheren Goldpreisen werden Minen von geringerer Qualität errichtet werden", befürchtet der Van-Eck-Stratege. "Dabei handelt es sich um Goldlagerstätten, die sich zu einem niedrigeren Preis nicht rechnen, weil sie mit hohen Betriebskosten oder einem hohen Investitionsaufwand einhergehen."

Bei Van Eck sieht man den Goldpreis über kurz oder lang bei über 3.000 US-Dollar je Feinunze. "Wenn wir damit richtig liegen, werden sämtliche Unternehmen zur Gewinnerseite zählen", so Foster. Anleger, die Minenaktien kaufen, sollten trotzdem darauf achten, dass die Unternehmen dahinter diszipliniert wirtschaften, mahnt er. Denn niemand weiß, ob der hohe Goldpreis von Dauer sein wird. (fp)

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