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Value Traps versus Growth Traps: Welche sind furchtbarer?

GMO bringt es in einem kürzlich publizierten Artikel auf den Punkt: Wenn Value enttäuscht, sind die Märkte verrückt. Wenn hingegen Growth enttäuscht, sind sie richtiggehend gnadenlos. Quod erat demonstrandum.

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GMO-Mitgründer Jeremy Grantham
© GMO

Value-Fallen gehören für Value-Manager zum Alltag. Eine Aktie, die unter einigen vorübergehenden dunklen Wolken leidet, erscheint verlockend billig, und wie der Ruf der Sirenen lockt sie den unerschrockenen Value-Manager an. Doch leider enttäuschen die Fundamentaldaten des Unternehmens wieder einmal. Es war eine Falle. Die Wolken waren nicht vorübergehend. Und der Markt straft den Aktienkurs zu Recht weiter ab. Warnungen vor Value-Fallen werden in Finanztexten auf der ganzen Welt gelehrt, und der Begriff "Value Trap" ist seit langem Teil des Investment-Lexikons.

Growth-Traps wiegen noch schwerer als Value-Traps
Die folgende Grafik von GMO vergleicht kapitalisierungsgewichtete Renditen von Growth- und Value-Fallen mit deren jeweiligem MSCI US Style Universum. Verwendet wurden dabei Daten bis Juli 2021.

Quelle: GMO

Performancedifferential
Das obige Diagramm zeigt einen Korb von Value- und Growth-Titeln über 25 Jahre. Value-Titel haben in ihrem jeweiligen Universum eine schmerzhafte Underperformance von 9,5 Prozent  pro Jahr erzielt. Die Underperformance von Growth-Fallen liegt bei unerträglichen 13,0 Prozent pro Jahr. 

Das macht Sinn
Bei Wachstumswerten sind die Erwartungen der Anleger hoch, und wenn sie nicht erfüllt werden, sind die Anleger gnadenlos. Manager, die sich täuschen lassen, fliegen eher aus dem Portfolio, was einer der Gründe dafür ist, dass wir nicht viel über sie hören. Leider ist der Schaden dann bereits angerichtet, und die Geschichte zeigt, dass eine 30- bis 40-prozentige Chance besteht, dass die Aktie durch eine weitere Falle ersetzt wird.

Warum sollte man heute auf Wachstumsfallen aufmerksam machen?
Wachstumsaktien werden weltweit mit extrem hohen Erwartungen bewertet. Namen, die in letzter Zeit enttäuscht haben, wurden gnadenlos neu bewertet, weiß das Asset Allocation Team von GMO.

Growth-Traps sind heimtückischer
Obwohl die meisten Investoren diesen Begriff noch nie gehört haben, sind "Growth-Traps" noch heimtückischer. Die Verlockung ist eine andere, die von großen Erzählungen über bahnbrechende Technologien, Hyperwachstum und atemberaubende Durchbrüche ausgeht. Aber Growth-Aktien sind nicht weniger anfällig für Enttäuschungen - es gibt sogar Hinweise darauf, dass sie zu bestimmten Zeitpunkten im Zyklus etwas häufiger enttäuschen - und die Bestrafung durch die Investorenschaft kann sogar noch schlimmer sein.

Was kann man dagegen tun?
Sehr viel, meint man bei GMO. Dort hat man einen weltweit diversifizierten Short-Aktienkorb (Teil einer Long-Short-Strategie namens Equity Dislocation) aufgebaut, der vollgepackt mit Kandidaten ist, die nach Meinung der GMO-Experten die unrealistischen Erwartungen, die ihre Bewertungen implizieren, wahrscheinlich nicht erfüllen werden. Das Haus hat andere  Strategien zur Verfügung, die dieses Phänomen in einem Multi-Asset-Rahmen ausnutzen können. Die Beibehaltung einer Qualitätsausrichtung zu einem angemessenen Preis sei eine weitere Möglichkeit, dies zu nutzen. Wie dem auch sei, es gibt Möglichkeiten, diese gefährlichen Gewässer zu durchqueren, heißt es zum Schluss. (kb)

 

 

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