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Value ist in den Startlöchern - auch bei Nebenwerten

Nach Einschätzung von Clartan steht der Markt derzeit kurz vor der „Flight to Quality-Value“. Investoren sollten sich rechtzeitig richtig positionieren.

Patrick Linden, Clartan Associés
Patrick Linden, Clartan Associés
© Clartan Associes

Die Unsicherheit durch neue Lock-Downs in Europa und den Wahlausgang in den USA schickten die Börsen im Oktober erneut auf Talfahrt. Jetzt dreht der Wind. Wir kennen nun den neuen US-Präsidenten mit absehbaren ersten wirtschaftspolitischen Eingriffen – und es gibt Zuversicht durch Impfstoffe der Firmen Biontech/Pfizer und Moderna, rekapituliert Patrick Linden, Geschäftsführer Deutschland und Partner bei Clartan Associés, die vergangenen, spannenden Wochen.

"Der „Flight to Quality-Value“, den wir seit einigen Wochen beschrieben haben, steht in den Startlöchern. Unsere Fonds haben es in diesen Novembertagen beeindruckend gespiegelt. Beispiel: Die Aktie von Unibail Rodamco, dem weltweiten Nr. 1-Betreiber von Premium-Einkaufs-Malls, der aus Überzeugung in allen Clartan Fonds enthalten ist, steigt an zwei Tagen um über 60 Prozent", erklärt Linden in eigener Sache.

Impfstoff-Aussichten könnten Value helfen
Die Medizin macht große Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung.  Vom Impfstoff-Trigger profitiert im Allgemeinen die Pharmabranche. Firmen wie Roche erhöhen bereits die Dividende, Sanofi rechnet mit einem Zuwachs von sieben bis acht Prozent jährlich in den kommenen Jahren. Zyklische Titel und werthaltige Klassiker rücken wieder verstärkt in den Fokus der Investoren. Hier sind führende, gut aufgestellte Banken wie die BNP Paribas derzeit immer noch gezwungen, Dividenden zurückzuhalten. Dabei sind sie nach wie vor sehr profitabel – und werden voraussischtlich erneut einen Nettoertrag von knapp acht Milliarden Euro in 2020 erwirtschaften. So bieten sie aus heutiger Sicht ungefähr eine sechs Prozent-Dividenden-Yield.

Neuer Präsident gibt Tech, Pharma und Finanzen Rückenwind
Die demokratischen Wahlgewinner Joe Biden und Vize Kamala Harris stehen für Dialog – und nicht mehr für die Politik der Konfrontation von Donald Trump. Das Gesprächsklima zwischen den USA und Europa sollte sich aufhellen und somit auch der EU als Exportregion hilfreich sein. Die Branchen, die von einem demokratischen Präsidenten und einem republikanischen Kongress indirekt am stärksten profitieren: Tech, Pharma und Finanzen, da eine strengere Regulierung, wie sie Biden geplant hat, im ersten Schritt wohl nicht kommen wird. Auf der anderen Seite will sich Biden für Klima- und Umweltschutz einsetzen – und am ersten Tag nach seiner Amtseinführung wieder dem Pariser Klimaabkommen beitreten.

EU: Hoffnung auf Green Deal
Europäische Unternehmen, die schon heute vom „EU Green Deal“ profitieren, werden zukünftig auch grenzüberschreitend bis in die USA oder China ihre führenden Dienstleistungen und Produkte in Sachen Nachhaltigkeit exportieren können. "Erfahrung, Kompetenz und eingespielte Lieferketten zahlen sich hier aus. Unser neuer Fonds Clartan Ethos ESG Europe Small & Mid Cap ist für dieses Szenario gut gerüstet", erklärt Linden abschließend. (aa)

 

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