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Vakuum an der Commerzbank-Spitze soll bald Geschichte sein

Angesichts des Restrukturierungsdrucks bei der Commerzbank hat der angekündigte Doppelrücktritt an der Bankspitze für ein Machtvakuum gesorgt, das schnellstens gefüllt werden muss. Der Druck von Aktionär Cerberus Capital Management, einen ambitonierten Business Plan vorzulegen, wurde wohl zu stark.

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Martin Zielke - führ ihn wird ein Nachfolger gesucht
© Bloomberg

Der Aufsichtsrat dürfte so bald wie möglich Klarheit in Bezug auf die Nachfolge bei den Positionen des CEOs und des Aufsichtsratsvorsitzenden schaffen wollen. Aus gewöhlich gut informierten Kreisen will Bloomberg News efahren haben, dass es bereits am Mittwoch zu Entscheidungen kommen könnte.

Zwei interne Favoriten...
Als interner Favorit für die Nachfolge des scheidenden Vorstandschefs Martin Zielke scheint sich Firmenkunden-Vorstand Roland Boekhout herauszukristallisieren, wie zu hören ist. Ebenfalls im Rennen ist Finanzchefin Bettina Orlopp. Sollten externe Kandidaten herangezogen werden, könnte sich der Nachfolgeprozess verzögern.

...oder doch jemand von außen?
Bei Großaktionären wie Cerberus Capital Management gilt Boekhout im Prinzip als guter Kandidat. Der US-Finanzinvestor, der Zielke und Aufsichtsratschef Stefan Schmittmann zum Aufgeben bewogen haben dürfte, sprach sich am Sonntag allerdings für einen geordneten Nachfolgeprozess aus.

Neubesetzungen der Reihe nach
Der plötzliche Abgang sowohl des Aufsichtsratsvorsitzenden als auch des Vorstandschefs der Commerzbank erfordere ein geordnetes Verfahren zur Besetzung der vakanten Positionen, erklärte ein Cerberus-Sprecher gegenüber Bloomberg per e-mail. Zunächst müsse ein neuer Aufsichtsratschef gefunden werden, dann müsse der Aufsichtsrat ein formelles Verfahren zur Suche nach einem Nachfolger für den Vorstandsvorsitzenden einleiten.

Die Nachfolge von Aufsichtsratschef Schmittmann könnte, wie zu hören war, zumindest temporär Nicholas Teller übernehmen. Sollte bis zum angekündigten Zeitpunkt des Ausscheidens Schmittmanns kein neuer Aufsichtsratsvorsitzender gewählt worden sein, würde automatisch sein Stellvertreter Uwe Tschäge aus dem Arbeitnehmerlager die Position übernehmen.

11.000 Jobs sollen abgebaut werden
Wie zu hören war, arbeitet die Bank derzeit an einem Restrukturierungsprogramm, das zusätzlich zu den vergangenes Jahr angekündigten rund 4.000 Stellenstreichungen den Verlust weiterer mehr als 7.000 Arbeitsplätze bedeuten könnte. (kb)

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