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Uwe Burkert: "Keine Rendite ohne Risiko im zweiten Halbjahr!"

Mit bangem Blick schaute die Finanzwelt vor kurzem auf Osaka. Beim dortigen G20-Gipfel vereinbarten die USA und China immerhin, im Handelsstreit wieder Verhandlungen aufzunehmen. Diese auf den ersten Blick positive Meldung wertet Burkert aber nur als „Burgfrieden“ und nicht als nachhaltige Einigung.

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Uwe Burkert, Chefvolkswirt und Leiter Research bei der LBBW
© LBBW

Darüber hinaus ist nach wie vor offen, ob Trump sich nach China nicht erneut die EU und den speziell für Deutschland so wichtigen Automobilsektor vornehmen wird. Stellt sich das Ergebnis von Osaka als kurzlebig heraus, könnte dies in der zweiten Jahreshälfte neuerliche Schockwellen durch die globalen Finanzmärkte senden. Diese Gefahr besteht nach Ansicht von Uwe Burkert auch 2020, falls die US-Handelspolitik vollends zum Objekt des
heraufziehenden US-Wahlkampfs wird und die Entscheidungen im Weißen Haus determiniert.

Konjunkturelles Umfeld eingetrübt – Prognosen gesenkt
Die politischen Turbulenzen verstärken aktuell die ohnehin bestehenden Abwärtsrisiken. "Die jüngsten Konjunkturdaten haben gezeigt, dass bereits Gefahr im Verzug ist", sagt Burkert. "Beinahe rund um den Globus trüben sich die Aussichten ein. Diesem Trend haben wir
jüngst mit einer Senkung unserer Wachstumsprognosen Rechnung getragen. Immerhin sollte die rekordniedrige Arbeitslosigkeit sowohl in den USA als auch in Deutschland aber für einen
weiterhin robusten privaten Konsum sorgen. Kurz zusammengefasst: Abschwung ja, Rezession zwar eher nicht, aber die Risiken steigen."

Die großen Zentralbanken haben die konjunkturelle Gefahr erkannt und bereits eine verbale Kehrtwende vollzogen. Die US-Notenbank hat wieder auf expansiv umgeschaltet und dürfte alsbald die Zinsschrauben lockern. Und auch bei der EZB könnte nach der Sommerpause eine weitere Senkung des Einlagesatzes anstehen. "Das Umfeld der Mini- und Minuszinsen bleibt uns wohl noch sehr lange erhalten", mutmaßt Burkert. 

Zinsloses Risiko statt risikolosem Zins
Unter den gegebenen Umständen wird es immer schwieriger, noch attraktive Anlageformen zu finden. Mehr als 80 Prozent der Bundesanleihen weisen bereits eine negative Rendite auf. Burkert dazu: "Aus dem risikolosen Zins von früher ist inzwischen das zinslose Risiko  geworden. Entscheidend für die kommenden, weltkonjunkturell schwierigen Zeiten wird sein, durch die sich anbahnende Schwächephase hindurchzublicken und sich für einen neuerlichen  Aufschwung zu positionieren. Risiken sollten zwar nur mit Augenmaß eingegangen werden, aber ohne ein gewisses Maß an Risikofreude dürfte es schwierig werden, überhaupt noch einen positiven Ertrag zu erzielen."

Für langfristig orientierte Investoren biete das aktuell schwierige Umfeld durchaus Chancen im
Bereich Aktien oder Unternehmensanleihen – der „schnelle Euro“ sei allerdings kaum zu verdienen, lautet Burkerts Résumé. (kb)

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