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USA planen, Russenbond-Zahlungen in Zukunft zu blockieren

Die Biden-Administration will eine Ausnahmeregel auslaufen lassen, durch die Russland US-Anleihegläubiger bislang trotz Sanktionen weiter bezahlen konnte. Ab nächster Woche könnte Moskau damit einem Zahlungsausfall näher rücken.

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© alexkich / stock.adobe.com

Informierten Kreisen zufolge wird das Office of Foreign Assets Control des US-Finanzministeriums eine Ausnahmeregelung wahrscheinlich am 25. Mai auslaufen lassen. Die kurz nach der ersten Sanktionsrunde gegen Russland gewährte Regel hat Moskau Spielraum für die Zahlung von Kupons in Dollar verschafft. Der Kreml konnte bisher alle Zahlungen leisten und sich trotz anderer sanktionsbedingter Hindernisse durch das Gewirr der Sanktionen hindurch schlängeln.

"Verordneter" Zahlungsausfall als US-Ziel?
Einige hochrangige US-Beamte hatten hinter vorgehaltener Hand argumentiert, dass die Sondererlaubnis die russische Staatskasse leeren und Ressourcen umleiten würde, die sonst für Waffen und militärische Operationen in der Ukraine zur Verfügung stünden. Doch letztlich hat sich die Regierung gegen eine Verlängerung entschieden, um den finanziellen Druck auf Moskau zu erhöhen, will Bloomberg News von Informanten erfahren haben. Angeblich habe aber das Finanzministerium allerdings noch keine endgültige Entscheidung getroffen, wie ein anderer Informant berichtet.

Zahlungsfähigkeit und -willigkeit Russlands ist gegeben
Letztendlich werden die Zahlungen an die Anleihegläubiger in den Schatten gestellt durch das Geld, das das Land jede Woche mit dem Export von Öl, Gas und anderen Rohstoffen verdient. Ein möglicher Zahlungsausfall würde also nicht an finanzieller Zahlungsunfähigkeit liegen. “Das ist ein interessanter Fall”, sagte Matthew Vogel, ein in London ansässiger Portfolio Manager und Leiter des Sovereign Research bei FIM Partners im Talk mit Bloomberg. Russland würde “zu einem Schuldner, der verzweifelt Zahlungen leisten will, es aber nicht darf”.

Die nächsten Zahlungen Moskaus sind am 27. Mai fällig. Dabei geht es um einen US-Dollar- und einen Euro-Bond mit Fälligkeit in den Jahren 2026 und 2036. Der Dollarbond kann auch in Euro, Schweizer Franken oder Pfund Sterling bedient werden, die auf Euro lautende Anleihe hat eine Klausel, die auch eine Auszahlung in Rubel erlaubt.

Nachfolgend eine von Bloomberg zusammengestellte Liste der anstehenden Anleihezahlungen:

(kb)

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