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USA als Retter: Europäischer Gaspreis legt scharfen Rückwärtsgang ein

Der rückläufige Preis des europäischen Erdgaspreises hat den längsten Abwärtstrend seit mehr als einem Jahr verbucht. Schließlich tragen die Flüssiggas-Lieferungen (LNG) aus den USA dazu bei, die Energieknappheit in Europas Gasspeichern zu lindern.

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© Industrieblick / stock.adobe.com

Der niederländische Referenzpreis für Erdgas mit Lieferung zum nächstmöglichen Termin (Frontmonatsgas) fiel den fünften Tag in Folge. In Amsterdam sank der Preis sogar um 9,2 Prozent. Mehr Schiffe mit Flüssigerdgas haben Kurs auf den Alten Kontinent genommen, was die Erwartungen, dass die neuen Lieferungen dazu beitragen werden, den angespannten Markt zu beruhigen, verstärkt. 

Die USA als weißer Ritter? 
Der steilen Aufwärtsbewegung ist dank der US-Schiffe mit LNG die Spitze genommen

Europas Gasspeicher könnten noch mehr Gas leicht vertragen
Die Preise sind zurückgegangen, nachdem sie in der vergangenen Woche aufgrund der eisigen Temperaturen und eines starken Rückgangs der Gaslieferungen aus Russland auf ein Rekordniveau gestiegen waren. Während milderes Wetter in weiten Teilen des europäischen Festlands in der kommenden Woche die Energienachfrage dämpfen wird, liegen die Speicher in der Region immer noch etwa 23 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt für diese Jahreszeit. 

Asiaten taktieren, Europäer zahlen gut
Die Zahl der LNG-Ladungen aus den USA, die europäische Häfen ansteuern, ist am Wochenende um ein Drittel gestiegen. Die Region zieht mehr Lieferungen an, da die größten asiatischen Abnehmer sich dafür entscheiden, ihre Lagerbestände in diesem Winter aufzubrauchen, anstatt neue zu beschaffen. Niederländisches Frontmonatsgas fiel am 28. Dezember 2021 um 17:26 Uhr auf 105,50 Euro pro Megawattstunde. Der britische  Gashandel in ICE Futures Europe blieb feiertagsbedingt geschlossen. 

Kommt da noch etwas?
Der Markt bleibt jedoch angespannt, da die Langfristprognosen darauf hindeuten, dass die Temperaturen in der zweiten Januarwoche weit unter ihren Durchschnitt fallen sollen. Die russische Gazprom beschloss, am Dienstag keine von der Ukraine angebotene Kapazität für eine sogenannte "interruptible capacity auction" (unterbrechbare Kapazitätsauktion) zu buchen.

Vertragstreues Russland
Allerdings hat Russland die ursprünglich vereinbarten Kapazitäten geliefert. Offensichtlich ist seitens Europa hier zu wenig geordert worden. Dazu kommen die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Europa einerseits und Russlands andererseits in der Ukraine-Krise. In diesem Zusammenhang ist auch zu sehen, dass sich Deutschland bei der Zertifizierung von "Nordstream 2" alle Zeit der Welt lässt, was Russland verärgert. Auch der Stromfluss über Mallnow in Deutschland bleiben ebenfalls gestoppt, nachdem Russland beschlossen hat, keine Einspeisekapazität an der Station für Mittwoch bei einer Tagesauktion zu buchen. (kb)

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