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US-Rentenmärkte testen Inflationsszenario

Das Reflationsthema wird derzeit an den US-Rentenmärkten gespielt. Schließlich will der neue US-Präsident Joe Biden, der infolge der demokratischen Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses durchregieren kann, plant starke Ausgabensteigerungen.

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Axel Botte, Marktstratege bei Ostrum Asset Management
© Ostrum AM

Im aktuellen „MyStratWeekly“ der französischen Fondsgesellschaft Ostrum Asset Management weist deren Marktstratege Axel Botte darauf hin, dass parallel zu vielen Konjunkturindikatoren auch der Welthandel wieder an Fahrt gewinnt. Davon profitierten am meisten deutsche Unternehmen, die im November bereits steigende Bestellungen registrieren konnten. Auch die Frachtpreise in Shanghai spiegelten die starken Handelsströme wider.

Reflation tritt zunehmend in den Vordergrund
Axel Botte: „Das Reflations-Thema wird gespeist von den Aussichten auf fiskalische Anreize in den Vereinigten Staaten, wie sie jetzt die demokratische Mehrheit im Kongress möglich macht. Joe Bidens Programm forderte vier Billionen Dollar an Ausgaben bis 2024. Der erwartete Anstieg des Defizits ließ die Renditen von zehnjährigen T-Notes auf 1,10 Prozent ansteigen. Die Versteilerung der Zinskurve setzte sich fort, da die kurzfristigen Renditen möglicherweise bis 2023 bei null Prozent verankert bleiben."

Weitere Aussichten
Die Bekanntgabe der Emissionsstrategie des Finanzministeriums Anfang Februar wird für den Rentenmarkt entscheidend sein, da die ausstehenden T-Bills möglicherweise über langfristige Anleihen refinanziert werden müssen, bevor es zu harten Diskussionen über die US-Bundesschuldenobergrenze kommt, meint Botte.

Zinsmarkt testet die Fed
Kurzfristige Ziele deuten auf eine Fortsetzung des Renditeanstiegs hin bis zu einer möglichen Intervention der Fed, die der Vizepräsident der Fed, Richard Clarida, allerdings zum jetzigen Zeitpunkt auszuschließen scheint. Tatsächlich gibt das FOMC-Protokoll vom Dezember keinen Hinweis darauf. Der Zinsmarkt wird versuchen, die Reaktionsfunktion der Fed angesichts des Anstiegs der Inflation zu testen. "Der Anstieg der Ölpreise infolge des Rückgangs der saudischen Produktion und die jüngste Abwertung des Dollars stützen die Inflationserwartungen. Die Zehn-Jahres-Breakeven-Rate liegt über zwei Prozent, der Inflationsswap sogar bei 2,29 Prozent", gibt Axel Botte zu bedenken. (kb)

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