Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Institutioneller will Volatilitätsprämien vereinnahmen!

Ad

Ein Großanleger tätigt über das Mandate-Tool eine Ausschreibung betreffend Vereinnahmung der Volatilitätsrisikoprämie. Mehr Informationen zum Mandat erhalten nur registrierte User. Mehr erfahren >>

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

US-Konjunktur in Gefahr: Eisenbahnfracht geht seit Monaten zurück

Die Frachtmengen im US-Schienenverkehr sind seit Monaten rückläufig. Sie zeigen die breite Schwäche des Industriesektors, den die DWS Group diese Woche runtergestuft hat.

1.jpg
© picsfive / stock.adobe.com

Aufmerksamen amerikanischen "Trainspottern", also Menschen, die in ihrer Freizeit Zügen nachstellen, wird nicht entgangen sein, dass es in vielen Teilen der Wirtschaft schon seit einiger Zeit etwas flau läuft. Laut Daten des amerikanischen Eisenbahnverbands (AAR) sind die Frachtvolumina fünf Monate in Folge im Vorjahresvergleich zurückgegangen.

Die aktuellsten Zahlen, die die Woche bis zum 6. Juli umfassen, zeigen einen Rückgang von 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der folgende Chart der DWS zeigt, dass die rollierenden 3-Monats-Durchschnittswerte seit rund einem Jahr unter den Vorjahreswerten liegen.

Rückläufige Frachtmengen auf amerikanischen Schienen

Quelle: DWS Group

Noch sind die Tiefststände von Mitte 2016 nicht erreicht
Doch die Treiber sind ähnlich: "Die rückläufigen Frachtvolumina sind das Ergebnis einer schwächer werdenden Konjunktur. Darüber hinaus sind viele Unternehmen aktuell dabei, ihre Lagerbestände abzubauen" sagt Marcus Poppe, Portfoliomanager Globale Aktien der DWS. Einen Unterschied gibt es zu 2016, nämlich den Ölsektor. Beschleunigte er 2016 den Abschwung noch, sind Erdölprodukte nun eine von nur vier Güterkategorien, deren Frachtvolumina seit Jahresanfang gestiegen sind. Die 16 anderen Kategorien sind im Minus, allen voran Steine, Stahl und Koks.

Verarbeitendes Gewerbe bremst Wirtschaftswachstum 
Diese Zahlen passen zu dem Bild, wonach vor allem das Verarbeitende Gewerbe das Wirtschaftswachstum bremst. Zwar gibt es auch hier stärkere und schwächere Untersektoren, doch in der Breite sehen die Experten der DWS derzeit keinen Katalysator für eine Belebung. Deshalb hat man diese Woche den Industriesektor (als Aktiensektor) auf Untergewichten heruntergestuft. "

Enttäuschende Berichtssaison befürchtet
Aufgrund der schwächeren Frühindikatoren sowie den ersten negativen Unternehmensberichten gehen die DWS-Manager von weiteren Enttäuschungen in der beginnenden Berichtssaison aus. Auch ohne eine Industrierezession sei es durchaus möglich, dass die Gewinnschätzungen für Industrieunternehmen nach unten korrigiert werden müssen, sagt Poppe. Dies sei ein globales Phänomen. Ähnlich wie die Industrie zwei Jahre von einem synchronen Aufschwung profitierte, ist nun ein synchroner Abschwung erkennbar. Die Investitionstätigkeit leide zudem von der Unsicherheit, die der Handelskrieg zwischen den USA und China schüre. Gleichzeitig zeige der Chart aber auch, wie sachte der Abschwung noch verlaufe. Ein abruptes Ende dieses rekordlangen Zyklus erwartet die DWS nach wie vor nicht. (kb)        

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren