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US-Investoren hoffen auf einen mächtigen J&J-Put

„Die Märkte schwingen sich zu neuen Höhen auf, während Washington neue Tiefs auslotet“, fasst Mark Dowding, CIO bei BlueBay Asset Management, die Lage zusammen. Seiner Meinung nach dürfte der Börsenaufschwung weitergehen.

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Mark Dowding, CIO bei BlueBay Asset Management 
© Hemmerich / Institutional Money

"Die massive geld- und fiskalpolitische Unterstützung und die Hoffnung auf ein stärkeres Wirtschaftswachstum auf lange Sicht schaffen marktfreundliche Bedingungen", hält Mark Dowding, Chief Investment Office des britischen Asset Managers BlueBay Asset Management, fest.  

Durchregieren für die Demokraten ist nun möglich
„Mit dem Sieg der Demokraten bei den Stichwahlen in Georgia hat die Partei de facto die Kontrolle über den US-Senat übernommen. Die Möglichkeit der Demokraten, den Senat zu kontrollieren, dürfte dazu beitragen, Blockaden bei der politischen Entscheidungsfindung zu vermeiden", sagt Dowding. "Für das neue Jahr rechnen wir mit zusätzlichen Fiskalausgaben in Höhe von ein bis zwei Billionen US-Dollar, was die BIP-Prognosen für 2021 beflügeln sollte. Wir gehen davon aus, dass umfangreiche Steuererhöhungen unwahrscheinlich und möglicherweise auch unnötig sind. Infolgedessen zeigten sich Risikoanlagen von den politischen Entwicklungen in den USA in den vergangenen Tagen unbeeindruckt."

Politische Impulse gegen coronabedingte Abwärtsrisiken
Ungeachtet dessen stellt der Anstieg der Covid-19-Infektionen und die daraus resultierenden Eindämmungsmaßnahmen ein Abwärtsrisiko für die Wachstumsaussichten des ersten Quartals 2021 dar. Daher dürften sich die politischen Entscheidungsträger weiterhin darauf konzentrieren, dort, wo es ihnen möglich ist, politische Impulse zu setzen, um die konjunkturelle Entwicklung zu unterstützen. Folglich könnten schlechte Nachrichten im Zusammenhang mit Covid-19 eher als eine Verzögerung auf dem Weg zur Wirtschaftsbelebung und steigender Inflation angesehen werden: Sollten Risiko-Assets einen Rücksetzer erleben, dürfte dieser gekauft werden, nicht zuletzt, weil US-Investoren bereits auf einen mächtigen ,J&J-Put‘ (Jerome Powell & Janet Yellen-Put) hoffen.

Jerome Powell & Janet Yellen-Put erwartet
Während sich die Märkte zu neuen Höhen aufschwingen, lotet Washington neue Tiefs aus, wie die Bilder vom Kapitol zeigen. In Hinsicht auf die Märkte könnte das Jahr 2021 ähnlich beginnen, wie das Jahr 2020 endete. Die massive geld- und fiskalpolitische Unterstützung und die Hoffnung auf ein stärkeres Wirtschaftswachstum auf lange Sicht schaffen marktfreundliche Bedingungen. "Diese Einschätzung würde in Frage gestellt, wenn die politischen Entscheidungsträger von der Bereitstellung zusätzlicher Unterstützung Abstand nehmen würden – doch das ist vorerst nicht denkbar. Derzeit wird jede schlechte Nachricht von den Marktteilnehmern in die Erwartung einer weiteren Lockerung und damit weiterer Asset-Käufe umgemünzt", gibt Dowding zu bedenken.

Restrisiko
Die einzige Bedrohung, die das günstige Anlageumfeld ändern könnte, wären Impfstoffe, die nicht so wirksam wie erhofft wären, so Dowding weiter. Denn es zeige sich immer mehr, wie abhängig die Welt jetzt von ihnen als einzige Antwort auf die Pandemie sei. (kb) 

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