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US-Infrastrukturpakt treibt Börsen an, doch Enttäuschungsrisiken 2022

Nach einer vorübergehend schwächeren Phase hat sich die Stimmung an den Märkten zuletzt deutlich verbessert. Nachdem der US-Kongress das Infrastrukturpaket, das bis zu 550 Milliarden US-Dollar an neuen Investitionen vorsieht, verabschiedet hat, erreichten die Kurse teilweise neue Rekordstände.

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Dr. Eduard Baitinger ist seit 2015 Head of Asset Allocation in der Feri Gruppe.
© FERI Trust

Unverändert solide Unternehmensgewinne und die Aussichten auf eine Jahresendrallye gaben den Märkten zusätzlich Auftrieb. "Von den Investoren honoriert wurde schließlich auch die gelungene Kommunikation der geldpolitischen Trendwende durch die US-Notenbank FED", meint Dr. Eduard Baitinger, Head of Asset Allocation in der Feri Gruppe. "Obwohl die monetäre Unterstützung der Märkte mit der schrittweisen Rückführung des Anleihekaufprogramms auf Dauer nachlassen wird, herrscht damit in dieser wichtigen Frage zumindest Klarheit. Zur freundlichen Entwicklung an den Börsen trägt überdies bei, dass das milliardenschwere Investitionsprogramm nur teilweise gegenfinanziert ist. Denn für weitreichende Steuererhöhungen – das haben die vergangenen Wochen gezeigt – gibt es im Kongress keine Mehrheiten. "

Keine weitreichenden Steuererhöhungen
Kurzfristig bleiben Unternehmen und Verbraucher in den USA damit von höheren Steuerausgaben verschont und unterm Strich profitiert die Wirtschaft. Doch auf längere Sicht dürfte das neue Glaubensbekenntnis zum „deficit spending“ dem US-Dollar und der Bonität der USA Schaden zufügen.

Im neuen Jahr lauern Stolpersteine
Trotz der aktuell positiven Entwicklung werden im nächsten Jahr wieder härtere Tage auf die Investoren zukommen, vermutet Eduard Baitinger: "Das Börsenhoch der vergangenen Wochen und Monate wurde nur von relativ wenigen Aktien getragen. Diese geringe Marktbreite macht die Aktienmärkte insgesamt anfälliger für schlechte Nachrichten."

Gegenwind droht dabei aus mehreren Richtungen
Nach der geldpolitischen Kehrtwende der FED werden die Aktienmärkte in den kommenden Monaten mit einer Drosselung der Liquidität und im weiteren Jahresverlauf mit steigenden Leitzinsen konfrontiert. Enttäuschungen lauern auch beim Gewinnwachstum. Obwohl die globale Konjunktur nach weitgehender Überwindung der Covid-19 Pandemie im Jahr 2022 voraussichtlich zulegen und den Unternehmen ein solides Umsatzwachstum bescheren wird, steigt der Druck auf die Margen aufgrund höherer Lohnforderungen und steigender Rohstoffpreise enorm an.

Gesamtszenario 2022 spricht somit für einen ausgeprägt bipolaren Aktienmarkt
Baitinger dazu: "Auf der Gewinnerseite stehen wenige Werte und Sektoren, die entweder von einem inflationären Umfeld und höheren Zinsen profitieren oder eine ausgeprägte „Pricing Power“ aufweisen. Zu den Verlierern werden dagegen solche Unternehmen zählen, die keine signifikante Preissetzungsmacht besitzen und von steigenden Zinsen bedroht sind." (kb)

 

 

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