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US-Infrastruktur-Programm: Diese Faktoren sind nun wichtig

Der Plan Trumps, die US-Infrastruktur zu verbessern bzw. auszubauen, kommt in die entscheidende Phase. First State Investments erklärt, auf was es nun ankommt und was Investoren erwarten können.

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© aerhwrt / Fotolia

Für institutionelle Investoren, die sich für Infrastrukturinvestments interessieren, wird es immer spannender: Denn in diesen Wochen befasst sich US-Präsident Donald Trump mit den Straßen, Brücken, Tunneln und Flughäfen in den Vereinigten Staaten. Milliarden sollen in den Ausbau der Infrastruktur gesteckt werden. Jedoch müssen sich Republikaner und Demokraten im Kongress zusammenraufen, um dieses Mammutprojekt finanziell zu stemmen. Dabei sind zwei Faktoren entscheidend: Investitionen aus dem Privatsektor und die Entscheidungsfindung auf Kommunal- und Länderebene. Global gelistete Infrastruktur-Unternehmen könnten davon profitieren.

„Wir sind der Meinung, dass die Präsidentschaft von Donald Trump positive Auswirkungen auf Investments in US-Infrastruktur aus dem privaten Sektor haben wird“, sagt Andrew Greenup, Portfolio Manager, Deputy Head of Global Listed Infrastructure bei First State Investments. Dies dürfte keinen wirtschaftlichen Boom bei privaten Infrastrukturunternehmen auslösen. Greenup geht jedoch aktuell davon aus, dass Investitionen aus diesem Sektor tendenziell ansteigen könnten. Dies sei darauf zurückzuführen, dass die meisten Entscheidungen auf Kommunal- oder Landesebene und nicht bundesstaatlich getroffen werden. Das liege beispielsweise auch daran, dass 96 Prozent der US Highways und 98 Prozent der Brücken im Besitz der Kommunen und Länder sind.

Erst kürzlich habe ein Chief Financial Officer aus dem Infrastrukturbereich gegenüber First State Investments erwähnt, dass‚ die Nachfrage nach Infrastruktur in den USA stark, aber der Entscheidungsprozess unglaublich fragmentiert sei. Deshalb könne auch ein langsamer Anstieg von Investitionen aus dem Privatsektor in diesem enorm großen Markt sehr bedeutsam für globale börsengelistete Infrastrukturunternehmen sein.

Derzeit geht Greenup davon aus, dass die Trump-Administration vier wesentliche Auswirkungen auf den Infrastruktursektor haben könnte:

Erstens hat Trump ein politisches und regulatorisches Umfeld geschaffen, das sich aktuell positiv auf Unternehmen auswirkt und die Investitionsschwellen herabgesenkt hat. Positiv für Unternehmen sind zudem Trumps jüngste Personalentscheidungen in der Federal Communications Commission (FCC) und der Environmental Protection Agency (EPA).

Zweitens hat die Regierung durch Steuersenkungen – und damit einem wahrscheinlichen Anstieg des US-Defizits – weniger Einnahmen, um diese auf Infrastrukturprojekte zu verteilen. Daraus resultiert, dass Kapital aus dem Privatsektor für diese Projekte noch wichtiger werden dürfte.

Drittens ist anzunehmen, dass Präsident Trump noch im ersten Halbjahr 2018 seine Infrastrukturagenda bekanntgeben wird. Aus dieser Agenda ist bereits eine Prioritätsliste durchgesickert, die namentlich einige Infrastrukturprojekte umfasst. Obwohl First State Investments niedrige Erwartungen in die Agenda setzen, sollte sie zumindest kostengünstige Finanzierungen, Steuerfreibeträge und Rahmenbedingungen für die Nutzung von mehr Kapital aus dem Privatsektor enthalten. „Allerdings sind wir der Meinung, dass Trump lediglich mehr Finanzierungen anbieten kann, aber letztendlich Endscheidungen auf Länderebene getroffen werden müssen“, erklärt Greenup.

Viertens kann eine engagierte Bundesregierung mit den Ländern zusammen arbeiten, zumindest mit den republikanischen, um Lösungen zu finden und Widerstände gegen neue Infrastruktur-Investments aus dem Weg zu räumen.“ (aa)

 

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