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US-Bonds: Emissionsrendite so hoch wie seit 2007 nicht mehr gesehen

Die USA müssen bei der Begebung neuer US-Treasuries den Investoren immer höhere Renditen bieten, um ihre Papiere doch noch am Markt platzieren zu können. Das liegt einerseits am dünnen Sommer-Handel, aber auch an einigen anderen, fundamentalen Entwicklungen.

© Funtap / stock.adobe.com

Eckpunkte:

  • USA begeben eine zehnjärige Staatsanleihe zu höchsten Emissionsrendite seit der Finanzkrise 2007
  • Die Investoren forderten jüngst 4,68 Prozent per anno

Bei einer Auktion zehnjähriger US-Staatsanleihen kam es zur höchsten Emissionsrendite der Benchmark-Papiere seit 2007. Das bewirkte eine solide Nachfrage von Investoren, die für die Finanzierung der US-Regierung eine höhere Entschädigung verlangen. Darüber berichtet Bloomberg News.

Die Rendite bei der 42 Milliarden Dollar schweren Auktion am Mittwoch lag bei 4,683 Prozenbt und war damit so hoch wie seit der globalen Finanzkrise nicht mehr. Sie lag knapp über dem Sekundärmarktniveau vor Ablauf der Gebotsfrist um 13 Uhr in New York. Dies deutet darauf hin, dass die Nachfrage nur geringfügig hinter den Erwartungen zurückblieb, merkt Bloomberg an. Zum Sitzungsende rentierten die meisten US-Staatsanleihen unweit der Vortagesniveaus.

Renditen unter Aufwärtsdruck
Am Donnerstag steht eine Auktion 30-jähriger US-Staatsanleihen im Fokus. Sie dürfte zum höchsten Finanzierungssatz seit einem Vierteljahrhundert stattfinden. Eine Inflation oberhalb des Ziels der Federal Reserve und wachsende Haushaltsdefizite tragen zu den erhöhten Renditen langlaufender Anleihen bei.

“Für die Renditen ist es weiterhin schwierig zu sinken angesichts übergroßer Defizite, eines soliden Wachstums, des Krieges und einer Inflation über dem Ziel der Fed”, sagte Gregory Faranello, Chef des US-Staatsanleihehandels bei AmeriVet Securities.

Neben der hohen Kreditaufnahme setzen auch makroökonomische Faktoren langlaufende Anleihen unter Druck. Die Erholung der Rohölpreise wird von den Spannungen im Nahen Osten angetrieben und droht die Inflation hartnäckig hoch zu halten. Zugleich könnte sie den Einfluss des Rohstoffs auf langlaufende Schuldtitel verstärken.

US-Treasuries bekommen größere Konkurrenz
Das robuste US-Wachstum schwächt unterdessen die traditionelle Nachfrage nach US-Staatsanleihen als sicherem Hafen. Gleichzeitig zwingt ein umfangreiches Angebot an Unternehmensanleihen staatliche Schuldtitel zu einem stärkeren Wettbewerb um Investitionen.

Der Druck ist global. Die Renditen japanischer Staatsanleihen steigen angesichts der Erwartung, dass die Bank of Japan ihre Geldpolitik normalisiert. Dadurch werden heimische Schuldtitel attraktiver und entziehen US-Staatsanleihen eine entscheidende Quelle ausländischer Nachfrage.

Der Bloomberg US Treasury Index beendete den Juli mit einem Verlust von 1,1 Prozent, dem stärksten Minus seit März. In diesem Monat folgte eine leichte Erholung, berichtet Bloomberg abschließend. (aa)

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