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US-BIP im ersten Quartal 2022 überraschend gesunken

­Das Bruttoinlandprodukt (BIP) der USA ist im ersten Quartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate um 1,4 Prozent geringer ausgefallen als im Vorquartal. Von stürmischer wirtschaftlicher Erholung kann in den USA keine Rede mehr sein, ganz im Gegenteil.

Dr. Thomas Gitzel
Dr. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe
© VP BANK Gruppe

"Das BIP schrumpft, was nicht zu erwarten gewesen war. Dies ist vor allem einem immensen Handelsbilanzdefizit zuzuschreiben, aber auch die Lagerbestände gehen zurück. Der starke US-Dollar machte den Import von Waren besonders interessant. Die Währungsentwicklung hat also Auswirkungen auf das Bruttoinlandprodukt", sagt Dr. Thomas Gitzel. Chefvolkswirt der VP Bank. 

Zahlenwerk entpuppt sich auf den zweiten Blick allerdings als nicht ganz so schlecht
Der private Konsum legt stärker zu als noch im Vorquartal. Das auf das Jahr hochgerechnete Plus des privaten Konsums beläuft sich auf 2,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Auch die Investitionen legen robust zu.

Was macht die US-Wirtschaft in Q2?
Dass die US-Wirtschaft im zweiten Quartal kräftig Fahrt aufnimmt, zeichnet sich bislang nicht ab. "Der BIP-Zuwachs dürfte zwar positiv ausfallen, aber auf Magerkost getrimmt bleiben", vermutet Gitzel. "Die Lieferkettenproblematik bleibt ein Belastungsfaktor. Darüber hinaus könnte das merklich höhere Zinsniveau zu einer Belastung für den Bausektor werden. Stütze dürfte derweil der private Konsum bleiben. Vor allem die starke Erholung am US-Arbeitsmarkt schiebt den privaten Verbrauch an."

Keine Konsequenzen für die Fed
Gerade weil der private Konsum und die Investitionen zulegen, hat der Rückgang des BIP für die US-Notenbank Fed keine Konsequenzen. Der Kurs ist festgezurrt. Die US-Währungshüter haben der Inflation den Kampf angesagt. Schon in der kommenden Woche werde die Fed die nächsten beiden Raketenstufen zünden, so Gitzel weiter. Eine Zinsanhebung um 50 Basispunkte gelte jüngsten Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell zufolge als relativ sicher. Der Rückgang des BIP werde an einem großen Zinsschritt nichts ändern.
 
Darüber hinaus wird auch der Bilanzsummenabbau gestartet
Die Fed wird dabei Liquidität im Umfang von 90 Milliarden US-Dollar monatlich einsammeln. Sie würde erst dann ihren Kurs ändern, wenn der private Konsum stärker unter die Räder kommen würde, so Gitzel. (kb)

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