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US-Bestsellerautor warnt vor Corporate Bonds

Der US-Finanzexperte John Mauldin sieht in der aktuell rekordhohen Unternehmensverschuldung in den USA eine Bedrohung "biblischen Ausmaßes".

John Mauldin
US-Börsenexperte John Mauldin
© CMG Capital Management Group

Bestseller-Autor und Finanz-Blogger mit Millionen-Publikum John Mauldin warnt Anleger vor einem näher rückenden Ende des aktuellen Kreditzyklus. In einem Beitrag für Marketwatch schreibt Mauldin, dass die jüngsten Ankündigungen der EZB und der Fed, die Zinsen weiter tief zu halten, zu einer trügerischen Beruhigung der Märkte führen dürfte. Die weitere Stimulierung könne die unvermeidbare Trendwende an den Märkten für Schuldtitel vielleicht noch ein bis zwei Jahre nach hinten verschieben, verhindern könne es sie aber nicht.

Mauldin spricht von einer Kreditblase biblischen Ausmaßes, angesichts der Experten wie der Investmentmanager Peter Boockvar von der Bleakley Advisory Group zu dem Schluss gelangen, dass wir nicht länger von Konjunkturzyklen sprechen sollten, sondern eher von Kreditzyklen. In seiner Analyse kommt Boockvar zu dem Ergebnis, dass trotz der aggressiven Geldpolitik der Notenbanken nicht genug Wachstum erzeugt wurde. Mit den Schulden wurden primär Aktien- und Immobilienpreise nach oben getrieben.

Wirklich gefährlich sei nun aber das Volumen der amerikanischen Unternehmensschulden. Seit Mitte der 1980er-Jahre lag es – gemessen an der Wirtschaftsleistung der USA – erst vier Mal auf dem aktuell erreichten Niveau von deutlich mehr als 40 Prozent. Jeder dieser Zyklen wurde durch eine Rezession beendet.


 
Bei der nächsten Wende, so befürchtet Mauldin, werden die Konsequenzen besonders drastisch ausfallen, weil diesmal die Banken als Market Maker für Corporate Bonds weitgehend ausfallen. Die Ursache dafür seien Änderungen in der Regulierung von Banken (Dodd-Frank Act). Bislang werde diese Lücke in der Markt-Liquidität von Hedgefonds und anderen Marktteilnehmern ausgefüllt. In einem fallenden Markt müsse jedoch damit gerechnet werden, dass diese Gruppen als Käufer weitestgehend ausfallen, was zu einer schweren Liquiditätskrise führen werde, wenn sehr viele High-Yield-Fonds gleichzeitig verkaufen müssen, um ihre ausstiegswilligen Anleger zu bedienen.

Schuldenfalle schnappt zu
Zusätzlich verschärft werde die Lage dadurch, dass im Fall einer Rezession viele Unternehmen ihre Schulden nicht mehr bedienen werden. Da sich in den letzten Jahren der Trend zu "covenant-lite"-Schulden etabliert hat, bei denen die Kreditgeber höhere Risiken übernehmen, würde eine solche Entwicklung weite Kreise ziehen und damit schwerwiegende gesamtwirtschaftliche Folgen haben. (gf)

Redaktionelle Anmerkung: In wie weit hohe Unternehmensschulden eine Gefahr darstellen, können Sie zwei gleich Artikeln in der kommenden Printausgabe von "Institutional Money" (1/2019) entnehmen, die Ende März erscheinen wird. Das Magazin können Sie HIER abonnieren.

 

 

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