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US-Arbeitsmarkt zeigt sich überraschend stark

Der US-Arbeitsmarkt bleibt robust: Im Juni wurden 224.000 neue Stellen außerhalb des Landwirtschaftssektors geschaffen. Das ist deutlich mehr, als erwartet worden war. Die Arbeitslosenquote steigt leicht von 3,6 auf 3,7 Prozent.

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© elen31 / stock.adobe.com

Zwar reicht das Stellenwachstum im laufenden Jahr nicht mehr an die Vorgaben des Vorjahres heran, doch den Unternehmen ist die Einstellungslaune noch nicht vergangen und die US-Wirtschaft bleibt bislang auf einem soliden Pfad. Warnzeichen kamen zuletzt aus dem verarbeitenden Gewerbe. Wichtige Konjunkturvorlaufindikatoren signalisieren eine schwächere Industrieproduktion in den kommenden Monaten. Doch der Blick in die Details der Arbeitsmarktdaten zeigt, dass selbst das produzierende Gewerbe nach wie vor das Personal aufstockt – und zwar in wesentlich höherem Umfang als im Vormonat.

Nüchtern betrachtet, gibt es für die Fed keinen akuten Handlungsbedarf
"Die durchschnittlichen Stundenlöhne legen mit 3,2 Prozent im Juni zu, was durchaus gewisse Aufwärtsrisiken für die Inflationsrate in sich birgt", analysiert Dr. Thomas Gitzel (Bild links), Chefökonom der VP Bank Gruppe. "Ob sich aber die US-Notenbank tatsächlich bei ihrer geldpolitischen Entscheidung nur von den objektiven Fakten bei der kommenden Zinssitzung leiten lässt, bleibt fraglich." Da sei zum einen der Druck aus dem Weißen Haus und zum anderen die Furcht, dass die Handelskonflikte mit etwas Verzögerung doch noch größere wirtschaftliche Dellen zeigen.

Powell wird nächste Woche das Rätselraten beenden
In der nächsten Woche wird Fed-Chef Jerome Powell turnusgemäß vor dem Kongress Rechenschaft ablegen. Dort dürfte klar werden, ob es noch in diesem Monat zu einer Zinssenkung kommt. In Anbetracht des robusten Arbeitsmarktberichtes müsste die Fed eigentlich den September abwartenmeint Gitzel. Hiermit würde die Fed auch ihre Unabhängigkeit gegenüber dem Weißen Haus zum Ausdruck bringen. (kb)

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