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Unterschätzte Dividenden: Warum sie wichtig sind

Gerade im aktuellen Umfeld hoher Bewertungen und beträchtlicher Unsicherheiten ist die Auswahl der richtigen Dividendentitel entscheidend, meinen die Experten der DWS Group.

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Thomas Schüssler, Global Co-Head of Equities bei der DWS
© DWS

Vor gar nicht langer Zeit schwörten viele auf das Dividendendiskontierungsmodell (Dividend Discount Model - DDM). Es basiert auf der Idee, dass die Aktien eines Unternehmens die Summe seiner zukünftigen Dividendenzahlungen wert sein sollten, abgezinst auf ihren Barwert. Wenn von einem Unternehmen nie erwartet wird, Dividenden auszuschütten, erhalten Aktionäre, die ihre Aktien kaufen und halten letztendlich nie Bargeld. Und wenn diese düstere Zukunftsaussicht heute richtig eingepreist ist, sollten ihre Aktien bereits jetzt nichts wert sein.

Aktienrückkäufe in den letzten Dekaden begünstigt gegenüber Dividenden
Heutzutage mag das alles ein wenig altmodisch klingen, besonders an der Wall Street. Die US-Dividendenrenditen, beispielsweise die des S&P 500, sind seit vielen Jahrzehnten rückläufig und erfordern nun ziemlich heroische Annahmen, um sie mit einem traditionellen Dividendenmodell zu rechtfertigen. Um fair zu sein, kommen auch die meisten anderen Bewertungsansätze zu ähnlichen Ergebnissen. Außerdem haben regulatorische und steuerrechtliche Änderungen Aktienrückkäufe in den vergangenen Jahrzehnten begünstigt.

Dividenden waren auf lange Sicht Hauptertragsquelle der Aktienanlage
Trotzdem bleibt es dabei, dass Dividenden bei den meisten Indizes historisch gesehen den Löwenanteil der Gesamtrenditen ausgemacht haben. Der folgende Chart veranschaulicht dies für den deutschen Dax Index seit seiner Auflegung im Jahr 1988. Er zeigt sowohl die bekannte Total-Return-Version als auch den Kursindex, der reinvestierte Dividenden ausklammert. In diesem Zeitraum trugen reinvestierte Dividenden weit über 50 Prozent zu den Erträgen bei. Hierbei ist der Dax nicht allzu ungewöhnlich – ähnlich wäre das Bild beispielsweise für den FTSE 100 oder den Nikkei 225.

Gesamtrendite des DAX-Index mit und ohne reinvestierte Dividenden seit 1988 

* Gesamtperformance einschließlich reinvestierter Dividenden

Quellen: Bloomberg Finance, DWS Investment GmbH; Stand: 04.01.2022

Es lohnt sich, Dividenden im Auge zu behalten
Und zwar egal, ob es um einzelne Unternehmen oder ganze Märkte geht. Auch für wachsende Unternehmen, die noch keine oder nur geringe Dividenden zahlen, ist es hilfreich zu hinterfragen, wie und wie lange sie ihre einbehaltenen Gewinne profitabel reinvestieren können. Auch können Dividendenrenditen nur eine grobe Indikation geben, ob eine Aktie angemessen bewertet ist. „Hohe Dividendenrenditen können häufig sogar ein Warnsignal sein“, betont Thomas Schüssler, Global Co-Head of Equities bei der DWS. "Renditen über fünf  Prozent signalisieren oft, dass der Markt eine Dividendenkürzung erwartet oder andere Risiken einpreist. Firmen mit nachhaltigen und überdurchschnittlichen Dividendenwachstumsraten zu identifizieren, ist meist leichter gesagt als getan. Gerade in einem schwierigen Umfeld hoher Bewertungen und zukünftiger Unsicherheiten ist die Auswahl der richtigen Dividendentitel umso entscheidender." (kb)

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