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Unternehmensanleihen-ETFs versus aktive Ansätze: Was sticht?

ETFs erfreuen sich auch im Anleihenbereich zunehmender Beliebtheit. So stieg das globale Volumen in Fixed-Income-ETFs von Anfang 2020 bis Januar 2021 von 764 auf nahezu 846 Milliarden Euro und damit um etwa elf Prozent. Doch sind passive Ansätze wirklich der Weisheit letzter Schluss?

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Mag. Bernhard Tollay (rechts) und DI Markus Zahrnhofer (links) bilden das Führungsduo der Metis Invest GmbH, der Tochter der Merkur Versicherung AG für tailormade Asset Management. 
© Metis Invest

Anleihen-ETFs sind auf Grund des Fremdkapitalcharakters der Anleihen, deren (fixen) Restlaufzeiten und automatischen Endfälligkeiten anders zu betrachten als Aktien-ETFs. Zudem ist in vielen Bedingungen der abgebildeten Indizes ein vorzeitiger Verkauf der Anleihen, meist ein Jahr vor Fälligkeit, vorgesehen, wohingegen Aktien, solange sie im darüber liegenden Index vertreten sind, dauerhaft gehalten werden. Anleihen können in ihren Bedingungen auch Covenants enthalten, wie etwa die weitverbreitete Negative-Pledge-Klausel, die die gleichrangige Bedienung aller bestehenden und künftigen Gläubiger sicherstellen soll.

Wie gut können Rentenindizes getrackt werden?
Unabhängig von der Assetklasse stellt sich jedoch bei ETFs die generelle Frage, wie exakt diese ihrem jeweiligen Referenzindex, der als Benchmark dient, folgen können. Diese Frage lässt sich mit Hilfe des Tracking Errors - er misst die Standardabweichung in Prozent der Differenzen zwischen der Wertentwicklung des ETFs im Vergleich zur Wertentwicklung der Benchmark - beantworten. Je geringer der Tracking Error ausfällt, umso näher liegt die Wertentwicklung des ETFs an jener seines Referenzindex. Damit sind vergleichbare ETFs mit geringerem Tracking Error jenen mit größerem tendenziell zu bevorzugen, da die möglichst getreue Abbildung der eigenen Benchmark eines der wichtigsten Ziele börsengehandelter  Indexfonds darstellt.

Renten-ETFs im Nachteil bei der Indexreplikation
"Generell lässt sich festhalten, dass Tracking Errors bei Anleihen-ETFs tendenziell höher sind als jene bei Aktien-ETFs, was an einer Vielzahl an Gründen liegen kann", sagt Mag. Bernhard Tollay, einer der beiden Geschäftsführer der Metis Invest GmbH. "Wir haben uns angesehen,  welche Renditen sich mit Anleihen-ETFs im Vergleich zu einem Index sowie zu dem von uns gemanagten Sirius-25-Euro Corporate Bond Fonds erzielen lassen."

Die Jagd nach dem Index
Für den Vergleich wurden exemplarisch drei Anleihen-ETFs von namhaften Anbietern herangezogen. Dabei bilden zwei davon ihren Referenzindex – den Bloomberg Barclays Euro Corporate Bond Index – mit Hilfe von Sampling-Methoden nach. Demnach kaufen sie eine Auswahl der im Index enthaltenen Anleihen. Diese Vorgangsweise soll bei ähnlicher Performance gegenüber dem Kauf aller enthaltenen Anleihen Transaktionskosten sparen helfen. Der dritte ETF wiederum repliziert seinen Index – den iBoxx Euro Liquid Corporates Top 75 TCA – synthetisch, also mit Hilfe von Swap-Geschäften, was die Kosten weiter reduzieren soll. Dass der Fokus auf eine Kostenreduzierung zumindest bei Anleihenfonds nicht unbedingt zu einer besseren Performance führt, zeigt das nachfolgende Diagramm:

Performance-Vergleich 2018 bis 2020 in Prozent; p.a. und gesamt

Quellen: Bloomberg, IHS Markit; Metis Invest GmbH

Drei-Jahres-Vergleich 2018 bis 2020: Kein Ruhmesblatt für die passiven Ansätze
Hier schneidet der ETF mit synthetischer Replizierung von allen untersuchten Fonds am schlechtesten ab, wobei er den iBoxx Euro Liquid Corporates Top 75 Mid TCA Total Return Index abbildet und damit das besonders liquide Segment der Euro-Unternehmensanleihen.  Was jedoch noch viel stärker auffällt, ist die Tatsache, dass alle drei untersuchten ETFs hinsichtlich ihrer Drei-Jahres-Performance deutlich hinter dem Index zu liegen kamen. Vielmehr lag der Sirius-25-Fonds der Metis Invest, der sich am anspruchsvollen iBoxx Euro Corporates  als Referenzindex misst, in diesem Zeitraum nicht nur vor den Konkurrenten aus dem ETF-Bereich, sondern hat auch seinen eigenen Index geschlagen. "Selbst im schwierigen Jahr 2020 konnte der Sirius-25-Fonds geringfügig besser performen als sein Benchmark-Index", merkt Bernhard Tollay nicht ohne Stolz an.

Der berühmte Schnaps mehr
Der von Metis Invest gemanagte ​Sirius 25 Fonds outperformt übr die letzten fünf Jahre den für ETFs schwierig nachzubildenden iBoxx Euro Corporates um annualisiert 27 Basispunkte pro Jahr.

Quelle: Bloomberg

Alpha-Generierung durch Primärmarkt-Deals
Die Metis Invest schafft mit ihrer langjährigen Expertise am Primärmarkt für Euro-Corporates Alpha für ihre Kunden. Durch die konsequente Ausnutzung von Opportunitäten gelingt es dem Team um Mag. Bernhard Tollay und DI Markus Zahrnhofer, attraktive Pickups aus Neuemissionen zu generieren, die oft substanziell höher ausfallen als jene am Sekundärmarkt.

Aktives Management hat im Rentenbereich seine Meriten
Ein aktives Management, besonders im Anleihebereich, kann sich somit für InvestorInnen durchaus auszahlen, wenn man nur genau hinsieht. ETFs als passive Anlageprodukte können offenbar unter anderem auf Grund des angesprochenen unterschiedlichen Charakters von Anleihen gegenüber Aktien oftmals nicht mit aktiv gemanagten Fonds mithalten. Die von ETFs betriebene ausschließliche Replizierung von Indizes macht also nicht recht glücklich, das aktive Management kann hier seine Vorteile ausspielen. (kb)

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Über die Metis Invest:
Die Metis Invest GmbH mit Sitz in Graz wurde 2014 als Tochter der Merkur Versicherung AG, einer führenden österreichischen Versicherungsgesellschaft mit Spezialisierung im Bereich Gesundheitsversicherungen, gegründet. Sie managt aktuell ein Vermögen von etwa  2,8 Milliarden Euro, das neben dem Versicherungsportfolio auch Spezialfonds und zwei Publikumsfonds im Bereich solider Unternehmensanleihen umfasst. Neben der konventionellen Strategie im Sirius 25 ist der nachhaltige Fonds, mit Namen Metis Bond Euro Corporate ESG, mit dem Österreichischen Umweltzeichens zertifiziert.

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