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Union Investment mit abnehmender institutioneller Nettoabsatz-Dynamik

Die gute Meldung vorweg: Union Investment hat in einem sehr herausfordernden Anlagejahr mit einem Neugeschäft von 15,3 Milliarden Euro netto (2017: 25,1 Milliarden Euro) zwei Drittel des Branchenabsatzes nach gemanagter Sicht im deutschen Markt auf sich vereint.

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„Union Investment hat in einem schwierigen Kapitalmarktjahr Kurs gehalten. Mit Blick auf die Entwicklung in der gesamten Fondsbranche können wir mit diesem Ergebnis sehr zufrieden sein“, betonte Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment.
© FONDS professionell

„Das Absatzergebnis liegt über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Somit zählt 2018 zu einem der stärkeren Jahre in der Unternehmensgeschichte“, sagte Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment, bei der Jahrespressekonferenz der Fondsgesellschaft. Der starke Absatz half, die negative Entwicklung an den Börsen insbesondere im letzten Quartal des Vorjahres zu kompensieren. So blieb das verwaltete Vermögen von Union Investment mit 323,4 Milliarden Euro (2017: 323,9 Milliarden Euro) stabil, während das Ergebnis vor Steuern 502 Millionen Euro betrug (2017: 610 Millionen Euro). 

Abnehmende Dynamik im Nettoabsatz mit institutionellen Anlegern 
Im Geschäft mit institutionellen Kunden ließ die Dynamik im Neumittelabsatz mit 7,8 Milliarden  Euro (2017: 15,2 Milliarden) deutlich nach. Die Assets under Management im institutionellen Geschäft blieben mit 187,7 Milliarden Euro auf dem Niveau des vor einem Jahr erzielten Höchststands von 187,9 Milliarden Euro. Dabei stand das Ziel institutioneller Anleger, ihre Portfolios breiter zu diversifizieren, weiter im Vordergrund. Mit steigender Volatilität an den Kapitalmärkten kam es zu zwei unterschiedlichen Handlungsweisen: Einerseits bauten institutionelle Investoren, die jährlich bilanzieren müssen, Risikopositionen ab, andererseits suchten institutionelle Kunden mit längerem Atem gezielt Renditechancen und investierten sehr selektiv, zum Beispiel in konzentrierte Portfolios. „Wir verzeichneten Abflüsse im kurzlaufenden Rentenbereich und Gewinnmitnahmen bei Unternehmensanleihen, während speziell ausgerichtete Aktienfonds, Mischfonds und Offene Immobilienfonds Zuflüsse verbuchten“, führte Reinke aus.

Gesuchte Nachhaltigkeit 
Unverändert groß blieb das Interesse institutioneller Anleger an nachhaltigen Investmentmöglichkeiten. So konnte Union Investment den Bestand an nachhaltig gemanagten Assets über alle Kundengruppen von 33,5 Milliarden Euro auf 41,4 Milliarden Euro im Jahr 2018 ausbauen. Das zeigt die folgende Grafik. Als Treiber erweisen sich hier die institutionellen Investoren, denene diese fulminante Enwtickung im Wesentlichen geschuldet ist.

Volumen nachhaltiger Anlagen in vier Jahren verfünffacht

Nachhaltigkeit wird zum Erfolgsfaktor für Asset Manager
Die Zahlen belegen, dass Nachhaltigkeit dabei ist, neben Rendite, Sicherheit und Liquidität zur vierten Dimension der Geldanlage zu werden. Derzeit wird die Nachfrage noch von institutionellen Investoren bestimmt, auch wenn das Interesse bei den Privatkunden steigt. „Bereits ein Viertel aller von uns beobachteten Mandatsausschreibungen im institutionellen Bereich hatte 2018 einen Bezug zur Nachhaltigkeit, und auch Privatkunden verbinden Nachhaltigkeit zunehmend mit der Geldanlage“, sagte Alexander Schindler, Vorstand von Union Investment, auf der gleichen Veranstaltung.

EU-Kommission treibt mit ihrem Aktionsplan das Thema Nachhaltigkeit voran
So müssen zukünftig Nachhaltigkeitsrisiken von institutionellen Anlegern wie Pensionskassen oder Versicherern offengelegt werden, und selbst bei nicht explizit nachhaltigen Fonds wird es zu Minimalanforderungen bei den ESG-Dimensionen kommen. „Die Regulierung macht die Integration der ESG-Kriterien in der Investmentanalyse zur Treuhänderpflicht. Wir sehen uns hier als Marktführer in Deutschland und aufgrund unserer fast dreißigjährigen Erfahrung mit nachhaltigen Investments sehr gut aufgestellt“, betonte Schindler. Dennoch wird weiter in den Kompetenzaufbau sowie die notwendigen Systeme investiert.

Fokus auf Verflechtung von konventioneller Investmentanalyse und ESG-Research
Hier hat Union Investment bereits begonnen, sich gezielt zu verstärken. Im laufenden Jahr soll das ESG-Analystenteam um weitere fünf Personen aufgestockt sowie das hauseigene Researchtool SIRIS weiterentwickelt werden. „Unser Zielbild ist eine umfassende ESG-Integration über alle wesentlichen Anlageklassen hinweg. In fünf Jahren werden beim gesamten von Union Investment verwalteten Vermögen ESG-Standards bei der Investmentanalyse berücksichtigt, die denen der heutigen nachhaltigen Anlagelösungen entsprechen. Nachhaltigkeit wird damit zum neuen Standard“, resümierte Schindler. (kb)

 

 

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