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Ungebremster Anstieg globaler Verschuldung: Warnsignal für Bondholder

Das Marktumfeld bleibt spannend. Ob Politik der Notenbanken, Brexit, die Themen Italien und Griechenland oder zunehmende Handelsstreitigkeiten: es sind viele Einflussfaktoren, die Investoren heute berücksichtigen müssen.

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Daniel Pfister, CEO von I-CV
© I-CV

Der ungebremste Anstieg der globalen Verschuldung sollte als Warnsignal von Anleiheninvestoren registriert werden. "Wir verzeichnen einen ungemein hohen Anstieg. Die globale Haushaltsverschuldung im Verhältnis zum BIP lag im Jahr 1999 noch bei 200 Prozent,  Ende 2017 betrug dieser Wert bereits 275 Prozent. Angesichts wirtschaftlich sehr solider Entwicklungen, die optimale Rahmenbedingungen zum Schuldenabbau darstellen, ist dieser Anstieg eine Gefahr, wenn nicht gar ein Pulverfass. Stark steigende Zinsen und/oder eine Eskalation der Handelsstreitigkeiten könnten zu einer Explosion führen", so Daniel Pfister, CEO von I-CV.

Kreditanalyse wichtiger denn je
Ex-Banquier Konrad Hummler äußerte sich zum Brennpunkt Europa und zur Schuldenproblematik: „Schulden gehören zum System. Dabei ist einerseits die Menge relevant, andererseits die Frage, zu welchem Zweck Schulden aufgenommen werden. Hier ist eine genaue Bewertung wichtig und insofern ist in diesem schwierigen Umfeld mit verzerrten Risikoprämien eine umfassende Kreditanalyse wichtiger denn je.“ 

Auszüge der aktuellen Länderstudie vorgestellt
Die Bonitäts-Einschätzungen der Staaten und ihrer wirtschaftlichen Entwicklungen gehören mit zu den wichtigsten Parametern, die Bondinvestoren bei ihren Anlageentscheidungen einfließen lassen sollten. René Hermann, Mitautor der Studie und Leiter Research bei I-CV, referierte diesbezüglich und prangerte ebenfalls den anhaltenden Schuldenrausch trotz positivem makroökonomischen Umfeld an. Seine Implikationen für Bondholder lauten: „Anleger sollten Staaten mit stabilen politischen Rahmenbedingungen, hoher Wettbewerbsfähigkeit, intakten Bankensystemen und vorausschauender Fiskalpolitik bevorzugen. Das sind zum Beispiel Deutschland, Niederlande, Dänemark, Slowakei und Finnland. Für risikobewusste Investoren bieten sich Opportunitäten in Russland, Mexiko, aber auch in Polen und Ungarn. Oberstes Gebot bleibt allerdings eine vorsichtige Auswahl nach fundamentalen Kriterien und die laufende Überwachung“, so Hermann. (kb)

 

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