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Unerwartet: Asset Manager reduzieren Social Media-Aktivitäten

Homeoffice und Videokonferenzen haben Hochkonjunktur. Einer Auswertung der Kommunikationsagentur Peregrine zufolge fahren Fondsgesellschaften aber ihre Aktivitäten auf Twitter, Linkedin & Co. herunter. Die PR-Profis vermuten eine "Zoom-Müdigkeit ".

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© remixes / stock.adobe.com

Im Zuge der Pandemie verlagern sich die geschäftlichen Kontakte in die digitale Welt. Doch ausgerechnet inmitten der Hochzeit von Homeoffice und Videokonferenzen fahren die Fondsgesellschaften ihre digitalen Aktivitäten herunter. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Analyse des Kommunikationsberatungshauses Peregrine. Die Gesellschaft untersuchte die Online-Präsenz der nach verwaltetem Vermögen 100 größten Asset Manager der Welt von August 2019 bis August 2020.

Der Auswertung zufolge ist beispielsweise die Aktivität der Fondsgesellschaft auf dem auf Geschäftskontakte ausgerichteten sozialen Netzwerk Linkedin geradezu eingebrochen. Sie liegt im Schnitt nur noch bei einem Viertel des Vorjahresniveaus. Und auf dem Videoportal Youtube brach den Asset Managern ebenfalls die Gefolgschaft weg, so die Peregrine-Analyse. Demnach kommen Dreiviertel der Youtube-Kanäle der Asset Manager auf weniger als 1.000 Abonnenten. Bei der Auswertung vor einem Jahr unterschritten lediglich 59 Prozent der Kanäle diese Marke.

"Übersättigung" und "Zoom-Müdigkeit"
Die Analysten von Peregrine werten das nachlassende Online-Engagement ausgerechnet in der Covid-Krise als bedenklich und sehen die Chance verpasset, auf digitaler Ebene neue Bindungen zu den Kunden aufzubauen. Peregrine-Vorstandschef Anthony Payne vermutet eine Art "Übersättigung" mit Online-Inhalten sowie eine "Zoom-Müdigkeit". Eine andere Deutungsvariante ist, dass die Asset Manager in der Pandemie über andere digitale Kanäle Kontakt zu den Klienten halten, weil sich soziale Netzwerke als weniger ergiebig erwiesen haben.

Die Peregrine-Studie verweist darauf, dass das Interesse an Online-Inhalten der Asset Manager ohnehin nachlasse. Die Zahl der Suchanfragen bei Google nach den bekannten Markennamen sei gegenüber dem Vorjahr um 58 Prozent zurückgegangen. Der Auswertung von 2019 zufolge waren die Google-Suchen sogar um 61 Prozent eingebrochen. Dies werten die Analysten als klaren Hinweis darauf, dass es sich um einen längerfristigen Trend handelt und nicht allein um ein Corona-Phänomen.

Fidelity verdrängt Blackrock
Daneben kürt das Kommunikationshaus die Fondshäuser mit dem stärksten Markenauftritt. Diese ermitteln die Analysten neben der Online-Präsenz auch aus Faktoren wie Bekanntheit und Ruf der Marke oder Nennungen in den Medien. In dem Ranking verdrängt Fidelity den Branchenprimus Blackrock, der noch hinter Vanguard auf dem dritten Platz landet. Darauf folgen Invesco und T. Rowe Price. Markante Verbesserungen erreichten Robeco, Baillie Gifford sowie BMO Global Asset Management, KKR sowie Lord Abbett. (ert)

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