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Umfrage: So halten es deutsche Institutionelle mit Infrastruktur

Profianleger bestätigen beim Investorentag von Palladio Partners auch in der aktuellen geopolitischen Lage gleichbleibende oder steigende Investitionen in die Assetklasse Infrastruktur. Bei der heimischen Standortattraktivität sehen die Investoren hingegen noch Verbesserungspotenzial.

Dr. Bernd Kreuter anlässlich des Investorentags 2026 von Palladio Partners.
Dr. Bernd Kreuter anlässlich des Investorentags 2026 von Palladio Partners.© Palladio Partners

Eckpunkte:

  • Großanleger wollen weiterhin in Infrastruktur investieren
  • Diese Assetklasse bietet zahlreiche Vorteile

Deutsche institutionelle Investoren sehen angesichts der geopolitischen Lage keinen Grund, ihre Allokationen in Infrastruktur zu reduzieren. Bei einer Befragung unter den rund 90 Teilnehmern des alljährlichen Investorentages von Palladio Partners gaben mehr als 90 Prozent an, ihre aktuelle Allokation beibehalten (55%) oder sie sogar steigern (38%) zu wollen.

Mehr als die Hälfte der Befragten misst dabei Investitionen in Deutschland eine weiterhin hohe Bedeutung bei. Gleichzeitig wünschen sich viele Investoren weitere Verbesserungen der hiesigen Rahmenbedingungen für Infrastrukturinvestitionen. Das sind die wichtigsten Eckpunkte der Umfrage von Palladio Partners.

Starkes Commitment
Im Fokus des Investorentages von Palladio Partners vor wenigen Tagen in Frankfurt standen neben einem umfassenden Blick auf das aktuelle geopolitische Umfeld und dem Umgang mit dem hohen Niveau an Unsicherheit an den Märkten insbesondere konkrete Investmentthemen.

Mehr als 90 Prozent wollen die Infrastruktur-Allokation beibehalten oder erhöhen
Auf die Frage „Wie verändert die aktuelle geopolitische Lage die langfristige Beurteilung der Assetklasse Infrastruktur?“ antworteten 55 Prozent der Befragten, es gebe keine Auswirkungen auf die Beurteilung und es seien keine Veränderungen in der Allokation geplant. 38 Prozent gaben an, die Allokation werde erhöht, da ein diversifiziertes Infrastrukturportfolio in der geopolitischen Lage Resilienz zeige. Nur 6 Prozent antworteten, das geopolitische Risiko könne zu einer Verringerung der Allokation in die Assetklasse führen.

Deutsche Investoren investieren gerne im Heimatmarkt, aber....
Fast zwei Drittel der Befragten bewerten die Bedingungen für Infrastrukturinvestments am Standort Deutschland grundsätzlich als verbessert. Allerdings sehen nur rund 13 Prozent in Initiativen wie dem Sondervermögen, dem Deutschlandfonds oder der Infrastrukturquote eine „deutliche Verbesserung der Standortattraktivität“.

Fast die Hälfte der Befragten (49 %) sehen leichte Verbesserungen, sagen aber auch, diese reichten noch nicht aus, es bestehe weiterer Nachholbedarf. Knapp ein Fünftel (19 %) sahen keine spürbare Veränderung, und ein weiteres Fünftel (19 %) gab an, Infrastrukturinvestments würden außerhalb Deutschlands regulatorisch besser unterstützt.

Bernd Kreuter, Managing Partner und Mitgründer von Palladio Partners, kommentiert die erhaltenen Erkenntnisse wie folgt: „Die Ergebnisse unserer Portfolios und der Befragung unserer Investoren zeigen, dass Infrastruktur auch in einem geopolitisch herausfordernden Umfeld als langfristig robuste Assetklasse wahrgenommen wird. Insbesondere die Stabilität der Cashflows und die Diversifikationseffekte sprechen weiterhin klar für Infrastrukturinvestments.“ (aa)

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