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Überraschung: ETFs verzeichneten zuletzt Mittelzuflüsse

Die Corona-Pandemie ließ die Börsen im März auf breiter Front einbrechen. Dennoch sammelten ETFs netto frisches Geld ein. Die Details der aktuellen Marktstatistik offenbaren mit Blick auf die verschiedenen Anlageklassen jedoch große Unterschiede.

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© Jakub Jirsák / stock.adobe.com

Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) und andere börsengehandelte Produkte (ETPs) verbuchten im März unter dem Strich Mittelzuflüsse – trotz der Panik, die das Coronavirus an den Kapitalmärkten verbreitete. Weltweit sammelten die Indexfolger im März 17,2 Milliarden US-Dollar ein, zeigt eine Auswertung des Vermögensverwalters BlackRock. So niedrig lagen die Mittelzuflüsse zuletzt im August 2019, doch immerhin lagen sie nach wie vor im positiven Bereich.

Der Blick auf verschiedene Anlageklassen offenbart jedoch deutliche Unterschiede: Aus Anleihen-ETFs zogen Anleger unter dem Strich 34,5 Milliarden Dollar ab. Das sind laut BlackRock die stärksten monatlichen Nettoabflüsse seit Aufzeichnungsbeginn – und die ersten seit Juni 2015 überhaupt. "Im Gegensatz dazu kam es bei Rohstoffprodukten mit 11,7 Milliarden Dollar zum stärksten monatlichen Zufluss aller Zeiten", teilt der Vermögensverwalter mit. Allein 7,7 Milliarden Dollar entfielen auf Gold-ETPs. Das Edelmetall gilt als Krisenwährung. Doch auch börsengehandelte Papiere auf Rohöl verzeichneten Zuflüsse. Viele Investoren sahen den krassen Ölpreiseinbruch offensichtlich als übertrieben an.

Nachhaltig investierende ETFs weiterhin gefragt
Auch im "Aktienbereich waren keinerlei Anzeichen für eine Kapitulation der Anleger erkennbar", berichtet BlackRock. Weltweit pumpten Anleger im Krisenmonat März netto 35,3 Milliarden Dollar in Aktien-ETFs. Auch den Trend zu nachhaltigen Investments vermochte das Coronavirus nicht zu stoppen: Entsprechende ETFs und ETPs sammelten unter dem Strich 14,6 Milliarden Dollar ein, nach 23,5 Milliarden Dollar im Februar. (bm)

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