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Überraschende Prognose: Deutsche Bank sieht Gold bei 8.000 Dollar

Die Deutsche Bank sieht enormes Potenzial für Gold: Sollte der Anteil in Zentralbankreserven deutlich steigen, könnte der Preis massiv zulegen – trotz jüngster Schwächephase.

© Lemonsoup14 / stock.adobe.com

Eckpunkte:

  • Falls die Zentralbanken weiterhin massiv Gold kaufen sollten, könnte dessen Preis auf 8.000 US-Dollar pro Unze steigen
  • Das liegt auch daran, dass strukturelle Angebotsfaktoren die Verfügbarkeit des Edelmetalls begrenzen

Ein Bericht der "Economic Times" greift eine neue Analyse der Deutschen Bank auf, wonach der Goldpreis in den kommenden Jahren deutlich steigen könnte. Grundlage ist eine Simulation, die einen steigenden Anteil von Gold an den globalen Zentralbankreserven unterstellt.

Die Deutsche Bank geht davon aus, dass der Anteil von Gold an den weltweiten Währungsreserven von derzeit rund 30 auf bis zu 40 Prozent steigen könnte. Unter dieser Annahme könnte der Goldpreis innerhalb von fünf Jahren auf 8.000 US-Dollar je Unze klettern – ein Plus von rund 80 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.

Insbesondere Zentralbanken in Schwellenländern könnten ihre Goldbestände weiter ausbauen. Hintergrund seien mögliche finanzielle Risiken, etwa im Zusammenhang mit westlichen Sanktionen.

Langfristiger Trend seit der Finanzkrise
Seit der Finanzkrise 2008 haben Zentralbanken laut der Analyse mehr als 225 Millionen Unzen Gold gekauft. Parallel dazu ist der Anteil des US-Dollar an den globalen Reserven von über 60 Prozent Anfang der 2000er Jahre auf etwa 40 Prozent gesunken.

Goldkäufe beschränken sich nicht mehr nur auf große Halter wie China, Russland, Indien oder die Türkei. Zunehmend treten auch Länder wie Kasachstan, Saudi-Arabien, Katar, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate als Käufer auf, heißt es in dem Bericht.

Geopolitik bleibt entscheidender Faktor
Eine Umfrage des World Gold Council aus dem Vorjahr zeigt, dass wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten ein zentraler Grund für den Ausbau von Goldreserven sind.

Der Goldpreis ist seit Jahresbeginn um knapp acht Prozent gestiegen, getragen von der starken Nachfrage der Zentralbanken. Allerdings hat sich die Entwicklung zuletzt abgeschwächt: Seit Beginn des Konflikts zwischen den USA und dem Iran hat Gold einen Großteil seiner Gewinne wieder abgegeben.

Langfristige Unterstützung bleibt intakt
Trotz kurzfristiger Schwankungen bleibt die strukturelle Nachfrage intakt. Geopolitische Fragmentierung und das Bestreben vieler Länder, ihre Reserven breiter zu diversifizieren, stützen die Rolle von Gold als Absicherungsinstrument.

Zudem begrenzen strukturelle Angebotsfaktoren die Verfügbarkeit des Edelmetalls. Gleichzeitig hat sich die Goldnachfrage der Zentralbanken in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt. (mb)

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