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Überbetriebliche Pensionskassen mit starker Performance im 1. Halbjahr

Im europäischen Vergleich haben die österreichischen Pensionskassen gut abgeschnitten. Dabei überzeugt besonders die APK Pensionskasse, die in drei von fünf Aggregaten, wie sie die Österreichische Kontrollbank nach der Aktienquote zusammenstellt, siegt. Auch die Vorsorgekassen schnitten gut ab.

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Michaela Plank, Expertin für betriebliche Altersvorsorge bei Mercer Österreich 
© Mercer IC

Die Gesamtperformance der überbetrieblichen Pensionskassen lag per Ende Juni 2019 bei
7,02 Prozent (2018 gesamt: -5,60 Prozent). Eine aktuelle Analyse des Consulters Mercer zeigt, dass die APK in folgenden Kategorien jeweils die höchste Performance erwirtschaftete:  „konservativ“, „ausgewogen“ und „aktiv“. Die BONUS führt das Ranking in der Kategorie  „defensiv“ an, die ALLIANZ in der "dynamischen" Kategorie.

Performance der Pensionskassen zum ersten Halbjahr 2019
Die Bestplatzierten pro Anlagetyp:

Quelle: Mercer IC

Zweites Halbjahr wird wohl ungleich schwieriger
„Der positive Performancetrend hat sich im zweiten Quartal 2019 fortgesetzt und es ist den
überbetrieblichen Pensionskassen gelungen, eine starke Performance für das erste Halbjahr
2019 zu erzielen. Dies ist sowohl auf das aktive Anlagemanagement als auch auf den
Fokus auf bestimmte Regionen sowie die Beimischung von alternativen Assetklassen
zurückzuführen“, kommentiert Michaela Plank, . „Von einer selbstverständlichen positiven Wertentwicklung im restlichen Jahr kann allerdings nicht ausgegangen werden. Die Entwicklung an den Kapitalmärkten ist nach wie vor von den anhaltenden Unsicherheiten in Bezug auf die Handelsgespräche zwischen China und USA, dem Ausgang des Brexits sowie dem weiteren Verlauf der globalen Wirtschaftsleistung geprägt. Risikomanagement ist also weiterhin enorm wichtig. Mit ausreichender Diversifikation in andere Assetklassen können mögliche Einbrüche im Aktienmarkt in der zweiten Jahreshälfte zumindest abgefedert werden.“

Andere Länder, ähnliche Märkte
Gerade im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge ist es schwierig, unterschiedliche Systeme einzelner Länder bzw. die Performance diverser Pensionskassen und Pensionsfonds miteinander zu vergleichen. Wenn man sich in Europa umsieht, konnten im ersten Halbjahr 2019 vor allem die großen niederländischen Pensionsfonds eine außergewöhnlich hohe Performance erzielen. Die mehr als zwölf Prozent Rendite im ersten Halbjahr lassen sich vor allem auf die Größe der Altersvorsorgeeinrichtungen zurückführen und die damit verbundene höhere Risikotragfähigkeit. Zum Vergleich: Der niederländische Pensionsfonds für die Gesundheitsbranche (PFZW) verwaltet rund 216 Milliarden Euro. Das ist fast 10 Mal so viel wie die gesamte Pensionskassenbranche in Österreich. Allerdings waren auch solche großen Einrichtungen von Markteinbrüchen der letzten Jahre betroffen und müssen sowohl ihre Anlagestrategie als auch ihre Pensionsparameter ständig anpassen.

In der Schweiz ist der Gesamtmarkt der betrieblichen Altersvorsorge zwar auch wesentlich größer als in Österreich, rund 300 Milliarden Euro, allerdings gibt es auch kleinere Pensionskassen. Für das Segment mit einem verwalteten Vermögen bis zu einer Milliarde  Schweizer Franken weist die UBS Bank eine durchschnittliche Performance für das erste Halbjahr von rund 7,6 Prozent aus – also ähnlich jener, die die österreichischen Pensionskassen erwirtschaftet haben. Auch längerfristig betrachtet schneiden die Schweizer Einrichtungen ähnlich ab wie ihre österreichischen Pendants: Laut Zahlen der Credit Suisse liegt die annualisierte Durchschnittsperformance seit 2000 bei rund 3 Prozent. Für Österreich lässt sich für diesen Zeitraum ein ähnlicher Durchschnitt ermitteln. „Obwohl die Pensionssysteme verschiedener Länder sehr unterschiedlich sind, werden die kapitalgedeckten Säulen doch von ähnlichen Marktdynamiken beeinflusst. In dieser globalen Finanzwelt wird eine Diversifikation über Regionen, Assetklassen und Industriesektoren immer wichtiger“, betont Plank.

Ausgezeichnete Performance der Vorsorgekassen: APK vorne, gefolgt von VBV, BONUS
Auch die heimischen Vorsorgekassen setzen den Trend der positiven Wertentwicklung des ersten Halbjahrs 2019 fort: Die Durchschnittsperformance unter allen Anbietern, die Gelder der Abfertigung Neu verwalten, lag für den benannten Zeitraum bei 3,72 Prozent. Die APK Vorsorgekasse konnte sich als Gewinner im ersten Halbjahr 2019 herauskristallisieren: Sie erwirtschaftete 5,55 Prozent, gefolgt von der VBV mit 4,30 Prozent. An dritter Stelle liegt die BONUS mit 3,59 Prozent. „Der Unterschied in der Performance zwischen den ersten drei ist beträchtlich – Grund dafür ist die Höhe der Aktienquote“, erläutert Plank.
„Für das Jahr 2018 haben bis zum 30. Juni 2019 übrigens alle Vorsorgekassen die Vermögensverwaltungskosten in der Performance berücksichtigt. Dadurch ist nun eine bessere und transparentere Vergleichbarkeit zwischen den Anbietern wieder gewährleistet“, so Plank. (kb)

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