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Über die Renditeentwicklung der wichtigsten Staatsanleihen im November

Wie sich die für institutionelle Investoren bedeutendsten Staatsanleihen im vergangenen Monat entwickelten, ist einer aktuellen Kommentierung von "Tradeweb" zu entnehmen, die "Institutional Money" exklusiv vorliegt.

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© Dmitry / stock.adobe.com

Die Renditen der meisten großen Staatsanleihemärkten begannen im November anzuziehen, berichtet "Tradeweb". Eine bemerkenswerte Ausnahme war die Rendite der zehnjährigen griechischen Staatsanleihe, die um fast 30 Basispunkte zurückging und den Monat auf einem Rekordtief von 0,63 Prozent beendete. Dabei sieht es für bei den fundamentalen Zahlen für Griechenland eher schlecht aus: Die Regierung des Landes verhängte am 7. November einen neuen Lockdown, nachdem die Covid-19-Infektionszahlen wieder gestiegen waren. Anfang November veröffentlichte die Europäischen Kommission einen Bericht, demzufolge sie für dieses Jahr zwar von einem Rückgang des griechischen Bruttoinlandsprodukts um neun Prozent ausgeht, aber für 2021 ein Wachstum von fünf Prozent erwartet.

Jagd nach Rendite sorgt für sinkende Renditen
Die Renditen für zehnjährige italienische und portugiesische Staatsanleihen entwickelten sich ebenfalls gegen den Trend und gaben um 13 bzw. 7 Basispunkte nach, um den Monat auf Rekordtiefständen von 0,58 bzw. 0,03 Prozent zu beenden. Auch die Rendite der zehnjährigen spanischen Staatsanleihe ging deutlich zurück und schloss den Monat 5,5 Basispunkte tiefer bei 0,08 Prozent. Laut der Europäischen Kommission wird das italienische Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr um 9,9 Prozent sinken und 2021 um 4,1 Prozent steigen. Für Portugal und Spanien wird eine ähnliche Entwicklung erwartet.

Rendite bei Bunds leicht gestiegen
Demgegenüber legte die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe um sechs Basispunkte zu und beendete den Berichtsmonat bei -0,57 Prozent. Eine Schnellschätzung zeigte, dass die Verbraucherpreise in der Eurozone im November annualisiert um 0,3 Prozent sanken, während die Prognosen von einem Rückgang um 0,2 Prozent ausgegangen waren. Indessen zeigten die Protokolle der letzten geldpolitischen Sitzung der EZB, dass die europäischen Währungshüter ihre Stimulierungsmaßnahmen ausweiten wollen, während viele europäischen Länder über neue Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur nachdenken.

Großbritannien im Banne des Brexits
In Großbritannien, wo das Ende der Übergangsphase nach dem Brexit naht und die Wirtschaft (nicht zuletzt auch wegen der jüngsten Verhängung neuer Lockdown-Maßnahmen) weiter schwächelt, stieg die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihe (Gilt) um fünf Basispunkte und beendete den Berichtsmonat bei 0,31 Prozent. Am 5. November beließ die Bank of England ihren Leitzins bei 0,1 Prozent und weitete ihr QE-Programm um 150 Millionen auf 875 Millionen Pfund aus, während sie gleichzeitig negative Zinssätze in Erwägung zog.

Entscheidender Monat in den USA
Neben den positiven Nachrichten über einen Covid-19-Impfstoff wurden die Schlagzeilen im November durch das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahlen und den Sieg von Joe Biden über Donald Trump dominiert. Die Rendite der zehnjährigen US-Treasury ging um knapp zwei Basispunkte auf 0,84 Prozent zurück, während über weitere Konjunkturpakete debattiert wurde, um der Wirtschaft des Landes unter die Arme zu greifen.

Dem Protokoll der Novembersitzung des Offenmarktausschusses zufolge erwägt die Fed derzeit eine Anpassung ihrer Anleihenkäufe, nachdem sie die Federal Funds Rate unverändert im Bereich von 0-0,25 Prozent belassen hat. (aa)

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