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UBS empfiehlt drei Bausteine für krisenfestere Portfolios

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran erhöhen die Unsicherheit an den Finanzmärkten. UBS sieht dennoch weiterhin robuste globale Konjunktur- und Gewinnperspektiven und rät Anlegern, ihre Portfolios mit Rohstoffen, Kapitalerhaltungsstrategien und Hedgefonds widerstandsfähiger aufzustellen.

Frachter in der Straße von Hormus: Trotz neuer Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran sieht die UBS ein widerstandsfähiges wirtschaftliches Umfeld und empfliehlt Anlegern, ihre Portfolios gezielt widerstandsfähiger gegenüber geopolitischen Risiken aufzustellen. 
 
Frachter in der Straße von Hormus: Trotz neuer Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran sieht die UBS ein widerstandsfähiges wirtschaftliches Umfeld und empfliehlt Anlegern, ihre Portfolios gezielt widerstandsfähiger gegenüber geopolitischen Risiken aufzustellen. 
 © Corona Borealis / stock.adobe.com

Eckpunkte:

  • UBS hält an positivem Ausblick für globale Aktien fest
  • Rohstoffe, Kapitalerhaltungsstrategien und Hedgefonds sollen Portfolios stabilisieren
  • Geopolitische Risiken sprechen für breitere Diversifikation

Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran dürften die Finanzmärkte nach Einschätzung der UBS auch in den kommenden Wochen beschäftigen. Das Wealth Management der Schweizer Großbank rechnet dennoch nicht mit einer nachhaltigen Belastung der Kapitalmärkte. Ausschlaggebend seien ein weiterhin robustes Gewinnwachstum der Unternehmen und ein widerstandsfähiges wirtschaftliches Umfeld. Vor diesem Hintergrund empfiehlt UBS Anlegern, ihre Portfolios gezielt widerstandsfähiger gegenüber geopolitischen Risiken aufzustellen.

Rohstoffe als Diversifikationsbaustein
Als ersten Baustein nennt UBS eine breite Allokation in Rohstoffe. Diese hätten historisch eine geringe Korrelation zu Aktien und Anleihen gezeigt und könnten langfristig einen wirksamen Inflationsschutz bieten. Im aktuellen Umfeld könnten Energieinvestments gegen mögliche Lieferunterbrechungen absichern, Agrarrohstoffe von wetterbedingten Risiken profitieren und Industriemetalle Rückenwind durch den KI-Boom sowie die fortschreitende Elektrifizierung erhalten. Gold dürfte nach Einschätzung der Strategen zusätzlich von der Nachfrage der Zentralbanken, der Diversifizierung weg vom US-Dollar und der hohen globalen Verschuldung unterstützt werden.

Kapitalerhaltungsstrategien gewinnen an Bedeutung
Als zweiten Baustein empfiehlt UBS Kapitalerhaltungsstrategien. Diese ermöglichten es Investoren, an den Aktienmärkten investiert zu bleiben und gleichzeitig die Auswirkungen möglicher Rückschläge zu begrenzen. Nach Einschätzung der Bank können Anleger so Gewinne teilweise sichern, ausgewählte Risiken reduzieren und den Grad des Abwärtsschutzes individuell an ihre Anlageziele anpassen.

Hedgefonds als Ergänzung
Darüber hinaus spricht sich UBS für eine moderate Beimischung ausgewählter Hedgefonds aus. Aufgrund ihrer flexiblen Anlagestrategien könnten diese Marktchancen unabhängig von der allgemeinen Börsenentwicklung nutzen und Portfolios stabilisieren. Nach vorläufigen HFRI-Daten erzielten Hedgefonds im ersten Halbjahr 2026 eine Gesamtrendite von 7,6 Prozent – die beste erste Jahreshälfte seit 2021. UBS bevorzugt insbesondere globale Makro- sowie Relative-Value-Strategien.

Insgesamt bleibt die Bank trotz der geopolitischen Unsicherheiten konstruktiv für die Kapitalmärkte. Globale Aktien hätten aus ihrer Sicht weiteres Aufwärtspotenzial, während mit sinkenden Anleiherenditen gerechnet werde, sofern die Märkte ihre Erwartungen an eine restriktive Geldpolitik zurücknähmen. Für Anleger bleibe eine breite Diversifikation der entscheidende Baustein, um kurzfristige Marktschwankungen besser abzufedern. (dv)

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